| 20:52 Uhr

Deutsche Eishockey-Liga
Favoritenrollen vor dem Start klar verteilt

 Die Adler Mannheim feierten letzte Saison die Meisterschaft und wollen den Titel verteidigen.
Die Adler Mannheim feierten letzte Saison die Meisterschaft und wollen den Titel verteidigen. FOTO: dpa / Uwe Anspach
Stuttgart. Die Eishockey-Bundesliga beginnt an diesem Freitag. Als Titelanwärter haben sich die Trainer in einer Umfrage auf Mannheim und München festgelegt. dpa

Mannheims Meistertrainer Pavel Gross kann noch so die Konkurrenz loben – seine Adler dürften die neue Saison in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) doch wieder dominieren. Zumindest sprechen sich fast alle Clubs in einer Umfrage für den Titelträger als klaren Top-Favoriten aus. „Top-Trainer, Top-Spieler – die sind mit Sicherheit die Top-Favoriten“, sagte etwa Augsburgs Trainer Tray Tuomie und steht beispielhaft für die Meinung vieler DEL-Kollegen.

Wenn an diesem Freitag (19.30 Uhr) mit den ersten Bullys die Sommerpause endet, werden sich viele Augen auf den ersten Auftritt der Mannheimer bei den Nürnberg Ice Tigers richten. In der vergangenen Spielzeit stellten die Adler in der Hauptrunde einen Punkterekord auf und beendeten im Playoff-Finale mit einem verdienten Finalerfolg über München die dreijährige Titel-Ära des Rivalen.

Die Mehrzahl der DEL-Trainer kann sich nichts anderes als einen erneuten Durchmarsch des achtmaligen Titelträgers ins Finale vorstellen. Vier Trainer legten sich auf die Mannheimer Adler als Top-Favoriten fest. Hinzu kommen der Kölner Mark Mahon und Straubings Jason Dunham, die einzigen beiden Sportchefs, die sich anstelle ihrer Trainer an der Umfrage beteiligten. Fünf Clubs sehen zudem Mannheim und München in der Meisterfrage klar im Vorteil. Auf München, Serienmeister zwischen 2016 und 2018, als alleinigen Favoriten setzte kein einziger Konkurrent. „Wir haben das Ziel zu gewinnen, und wir sind erfahren. Nach dem vergangenen Jahr haben wir etwas zu beweisen und müssen den nächsten Schritt wieder gehen“, sagte EHC-Trainer Jackson.



Nach Schätzungen der „Eishockey News“ haben Mannheim (16 Millionen Euro) und München (15,5) wieder die größten Etats. „Ich bin mir nahezu sicher, dass erneut Mannheim oder München die Meisterschaft unter sich ausmachen“, erklärte Schwenningens Paul Thompson.

Am ehesten dürften vielleicht die Kölner Haie die Topclubs gefährden. Auch Gross hat die Kölner mit dem neuen Trainer Mike Stewart auf dem Zettel, weil dieser Kontrahent sich „sehr, sehr sinnvoll verstärkt hat“. Als Herausforderer werden zudem die Düsseldorfer EG, die Iserlohns Jason O‘Leary neben den Finalisten und Köln aufzählt, und Berlin genannt.

Verbreitet aber ist die Meinung, dass die Dominanz von Mannheim und München über Jahren bestehen bleibt. „Sich in einer Playoff-Serie gegen die beiden Topteams der Liga durchzusetzen, wird für alle anderen Clubs verdammt schwer“, sagte Krefelds Trainer Brandon Reid: „Aber Hockey ist ein verrücktes Spiel, in dem alles möglich ist“, schob er hinterher.