| 00:00 Uhr

Eishockey: Heilsbringer Sturm will neues Feuer entfachen

München. Der ehemalige NHL-Star Marco Sturm will in seiner Funktion als neuer Bundestrainer und General Manager des deutschen Eishockey-Nationalteams die interne Kommunikation verbessern und damit die Kufencracks für seine Mission gewinnen. sid

"Das A und O ist, dass man mit den Spielern redet", sagte der 36-Jährige dem Fachmagazin "Eishockey-News": "Entscheidend ist für mich, dass die Spieler wieder heiß sind, zur Nationalmannschaft zu kommen."

Der gebürtige Dingolfinger war am vergangenen Freitag überraschend zum neuen Heilsbringer des kriselnden deutschen Eishockeys erkoren worden. Während seiner aktiven Zeit lebte er unter anderem mit Teilnahmen bei drei Weltmeisterschaften und vier Olympischen Spielen jene Tugenden vor, die er nun von seinen Schützlingen verlangt. "Ich will, dass sie willig sind und mit Stolz das Nationaltrikot tragen und nicht absagen", sagte Sturm.

Damit bezieht sich der Ex-Stürmer, der in der NHL 1006 Spiele absolvierte, insbesondere auf die Absagenflut vor der WM in diesem Jahr, bei der vor allem die deutschen Übersee-Spieler aus diversen Gründen fehlten. "Wir brauchen jeden einzelnen von ihnen", forderte Sturm, "da hilft es sicher auch, dass ich mit einigen noch selbst gespielt habe."

Sturm erhielt vom Deutschen Eishockey-Bund (DEB) einen Vertrag bis zur Heim-WM 2017. Dieser verlängert sich im Falle der erfolgreichen Qualifikation für Olympia in Pyeongchang/Südkorea bis 2018. "Eines ist klar: Vor dem deutschen Eishockey stehen zwei, drei ganz wichtige Jahre", sagte Sturm.