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Eine Chance für die alten Recken

Melbourne. Vom frühen Aus der Favoriten könnten bei den Australian Open die Altstars profitieren. Nach Roger Federer hat auch Rafael Nadal den Sprung ins Viertelfinale geschafft. Federer spielt heute gegen Mischa Zverev. Agentur

Rafael Nadal machte es erneut weitaus besser als die gescheiterten Top-Favoriten und hat nach Alexander Zverev einen schweren Gegner bei den Australian Open aus dem Weg geräumt. Der einstige Dominator der Tennis-Szene steht wie sein langjähriger Rivale Roger Federer im Viertelfinale von Melbourne , wo Titelverteidiger Novak Djokovic und der Weltranglisten-Erste Andy Murray schon fehlen.

Am Tag vor dem heutigen Viertelfinale zwischen Murray-Bezwinger Mischa Zverev und Federer (9 Uhr/Eurosport) besiegte Nadal den hoch gehandelten Franzosen Gael Monfils mit 6:3, 6:3, 4:6, 6:4. Will der im Vorjahr lange am Handgelenk verletzte Nadal eine Chance auf seinen zweiten Australien-Titel nach 2009 haben, muss er morgen den Aufschlag des starken Wimbledon-Finalisten Milos Raonic aus Kanada entschärfen. Die Nummer drei der Welt schlug den Spanier Roberto Bautista-Agut mit 7:6 (8:6), 3:6, 6:4, 6:1.

Zverev, der letzte deutsche Teilnehmer im Feld, freut sich unterdessen auf sein Duell mit Federer. "Das ist ein Traum. Roger ist mein Lieblingsspieler. Mit ihm bin ich im Tennis groß geworden, er war meine Inspiration", sagte der 29-Jährige.



Am Tag nach dem Aus von Titelverteidigerin Angelique Kerber musste Rekordsiegerin Serena Williams zwar bei Mittagstemperaturen von mehr als 30 Grad hart arbeiten. Die sechsmalige Gewinnerin zog mit dem 7:5, 6:4 gegen die Tschechin Barbora Strycova aber ins Viertelfinale gegen die letztjährige Halbfinalistin Johanna Konta aus Großbritannien ein. Die 35-jährige Amerikanerin würde ein Jahr nach ihrer Finalniederlage gegen Kerber mit dem siebten Titel die Spitze der Weltrangliste von der Norddeutschen zurückerobern. Das spielte Williams nach ihren langwierigen Schulterproblemen jedoch herunter. "Ich habe absolut nichts zu verlieren. Für mich ist alles hier ein Bonus", sagte sie. Die Gewinnerin von 22 Grand-Slam-Einzeltiteln betonte jedoch auch: "Natürlich bin ich hier, um das Turnier zu gewinnen."

Zu den verbliebenen Titelanwärterinnen zählt weiterhin die Tschechin Karolina Pliskova. Die US-Open-Finalistin warf beim 6:3, 6:3 gegen Daria Gavrilova die letzte Hoffnung der australischen Gastgeber aus dem Turnier. Die Weltranglisten-Fünfte Pliskova tritt morgen gegen Mirjana Lucic-Baroni aus Kroatien an. Die 34 Jahre alte Weltranglisten-79. hatte ihr bisher einziges Grand-Slam-Viertelfinale bereits 1999 erreicht. Damals kam sie in Wimbledon sogar ins Halbfinale und unterlag dort Steffi Graf .