| 23:12 Uhr

Ein Traum geht in Erfüllung

Die Spieler der SpVgg Greuther Fürth Gerald Asamoah, Heinrich Schmidtgal, Christopher Nöthe, Thomas Kleine und Stephan Fürstner feiern in Fürth mit Fans den Bundesliga-Aufstieg. Foto: Karmann/dpa
Die Spieler der SpVgg Greuther Fürth Gerald Asamoah, Heinrich Schmidtgal, Christopher Nöthe, Thomas Kleine und Stephan Fürstner feiern in Fürth mit Fans den Bundesliga-Aufstieg. Foto: Karmann/dpa
Fürth. Fürths Oberbürgermeister Thomas Jung fand große Worte, als er vor die Gäste im "Gelben Löwen" trat: "Das ist die Erfüllung eines Jahrhunderttraums", sagte er im Fanlokal der Spielvereinigung Greuther Fürth und tönte: "Fürth steigt in 50 Jahren nur einmal auf - und nie wieder ab." Es war der Beginn einer rauschenden Aufstiegsparty

Fürth. Fürths Oberbürgermeister Thomas Jung fand große Worte, als er vor die Gäste im "Gelben Löwen" trat: "Das ist die Erfüllung eines Jahrhunderttraums", sagte er im Fanlokal der Spielvereinigung Greuther Fürth und tönte: "Fürth steigt in 50 Jahren nur einmal auf - und nie wieder ab." Es war der Beginn einer rauschenden Aufstiegsparty."Vor ein paar Monaten lag ich noch auf dem Sofa. Jetzt steh ich hier und bin aufgestiegen", sagte der erst im Januar nach Fürth gewechselte Gerald Asamoah, während hinter ihm die Schampus-Korken knallten. Dabei hatten der ehemalige deutsche Nationalspieler und seine Kollegen nicht einmal selbst gespielt. Für die vorgezogene Aufstiegsparty waren die "Kleeblätter" auf Schützenhilfe aus Dresden angewiesen. Und Dynamo tat ihnen den Gefallen, Fortuna Düsseldorf mit 2:1 zu schlagen - die Fürther Spieler samt Familien schauten im Vip-Bereich des heimischen Stadions gebannt auf die TV-Schirme.

Mit dem Schlusspfiff war es dann so weit: Der fränkische Tabellenführer der 2. Bundesliga kann bei neun Punkten Vorsprung und einer Tordifferenz von plus 31 auf den Relegationsrang drei nur noch theoretisch von einem Aufstiegsplatz verdrängt werden. Eine Theorie, von der am frühen Dienstagmorgen niemand etwas hören wollte. Stattdessen stimmten die Spieler "Nie mehr 2. Liga"-Sprechchöre an, um sich gleich darauf aus der Arena mit einem Shuttle-Bus auf den Weg zu ihren Fans zu machen.

Rund 3000 Anhänger feierten den deutschen Meister von 1914, 1926 und 1929 in den Morgenstunden in und vor dem "Gelben Löwen". Abwehrspieler Mergim Mavraj war überwältigt: "Wenn man sieht, wie die Leute hier mitgehen, merkt man, dass sie mit Herzblut dabei sind."



Auch Edgar Prib war beseelt von der Idee, mit seinem Club Sporthistorie geschrieben zu haben: "Wir stehen demnächst in den Geschichtsbüchern, daran wird man sich auch in 20 Jahren noch erinnern." dapd