| 23:12 Uhr

Ein Meilenstein für den HSV

Hamburgs Angreifer Pierre-Michel Lasogga traf gegen Werder doppelt. Foto: Charisius/dpa
Hamburgs Angreifer Pierre-Michel Lasogga traf gegen Werder doppelt. Foto: Charisius/dpa FOTO: Charisius/dpa
Hamburg. Der Hamburger SV hat den Klassenverbleib in der Bundesliga fast geschafft. Sturmphänomen Pierre-Michel Lasogga und Ersatztorwart Jaroslav Drobny sind beim Sieg gegen Bremen die Derbyhelden.

Pierre-Michel Lasogga hat seine fünfmonatige Torflaute im brisanten Nordderby gegen Werder Bremen beendet und den abstiegsbedrohten Hamburger SV mit einem Doppelpack aus der Gefahrenzone der Fußball-Bundesliga geschossen. Durch das 2:1 (2:0) schoben sich die Hamburger am Freitagabend vorläufig auf den zehnten Tabellenplatz der Fußball-Bundesliga und verschärften die großen Sorgen des Rivalen von der Weser.

Lasogga traf vor 57 000 Zuschauern im ausverkauften Volksparkstadion in der 5. und 32. Minute und wurde neben dem starken Schlussmann Jaroslav Drobny zum Hamburger Derbyhelden. In der 57. Minute parierte der Ersatztorwart einen Foulelfmeter von Bremens enttäuschendem Stürmerstar Claudio Pizarro .

Drei Tage nach dem starken Auftritt im DFB-Pokalspiel beim Bayern München wirkten die Bremer lange kraftlos. Erst in der zweiten Halbzeit folgte mit viel Energie das Aufbäumen. Zu mehr als dem Anschlusstor durch Anthony Ujah (65.) reichte es aber nicht. Mit 31 Punkten verharrt Werder auf dem Relegationsrang 16 und muss das Wochenende abwarten.



Ein schneller Angriff - von Drobny eingeleitet - brachte die Hamburger Führung. Papy Djilobodji, nach der Sperre wegen seiner "Kopf-ab-Geste" gerade zurück, vermied den Zweikampf mit Nicolai Müller. Der konnte problemlos auf Lasogga flanken. Das Hamburger Sturmphänomen schob locker ein.

Doch auch Werder hatte seine Chancen. Gegen Florian Grillitsch (30.) parierte Drobny glänzend. Dann war wieder Lasogga-Zeit: Der bullige Stürmer wuchtete einen Kopfball ins Netz. Werder tat nun mehr für die Offensive. Fast schon kläglich war der Pizarro-Strafstoß, flach in die Arme von Drobny. Der Werder-Stürmer war zuvor von Johan Djourou gefoult worden. Auch beim Gegentor war Drobny erst noch dran. Im Nachsetzen drückte Ujah den Ball aber über die Linie. Pizarro fehlten in der Nachspielzeit nur Zentimeter zum Kopfball-Glück.