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Duisburg siegt bei der Rekord-Premiere

 Duisburgs Siegtorschützin Annike Krahn küsst vor ihren jubelnden Teamkolleginnen den DFB-Pokal der Frauen. Foto: dpa
Duisburgs Siegtorschützin Annike Krahn küsst vor ihren jubelnden Teamkolleginnen den DFB-Pokal der Frauen. Foto: dpa
Köln. Nach der gelungenen Pokal-Premiere in Köln mit dem dritten Coup des FCR Duisburg war nicht nur Siegtorschützin Annike Krahn in Partylaune

Köln. Nach der gelungenen Pokal-Premiere in Köln mit dem dritten Coup des FCR Duisburg war nicht nur Siegtorschützin Annike Krahn in Partylaune. Während die Weltmeisterin die elf Kilogramm schwere neue Silbertrophäe hochwuchtete und mit ihrem Team auf die Ehrenrunde ging, feierten 26 282 Frauenfußball-Fans im RheinEnergieStadion am Samstag auch den tapferen Finalisten FF USV Jena - und Köln als neues Frauenfußball-Mekka. "Ich wusste ja, dass die Kölner fußballverrückt sind. Aber diese Stimmung war einfach grandios", schwärmte DFB-Vizepräsidentin Hannelore Ratzeburg. "Ich bin glücklich, dass wir auch noch den Zuschauerrekord geknackt haben." Nie zuvor kamen in Europa mehr Besucher zu einem nationalen Duell zweier Club-Mannschaften."Das war einfach wunderschön", sagte FCR-Spielführerin Inka Grings nach dem unerwartet knappen 1:0 (0:0)-Sieg im 30. DFB-Pokalfinale, das seit 1985 stets als Vorspiel des Männer- Endspiels in der Hauptstadt ausgetragen wurde. "Endlich konnte mal die Konfetti-Kanone losgelassen werden. In Berlin ging das ja nicht, weil noch die Männer spielten", sagte Ratzeburg. Auch im nächsten Jahr ist die Domstadt Schauplatz des Endspiels. "Wenn man das hier erlebt hat, war es die richtige Entscheidung. Hier gibt es eine große Begeisterung", sagte USV-Trainerin Heidi Vater, die zurecht stolz war: "Wir haben dazu beigetragen, dass es ein tolles Erlebnis für alle war." Die Thüringer schlugen sich gegen den Vizemeister und Uefapokal-Sieger von 2009 mehr als achtbar. Die überlegenen Duisburger um Top-Torjägerin Inka Grings scheiterten entweder an der Latte (dreimal) oder an der überragenden Jenaer Torhüterin Jana Burmeister. dpa