| 20:28 Uhr

Duell der Gegensätze

Einst Publikumsliebling beim FCK, dann Buhmann nach seinem Wechsel zu RB Leipzig: Willi Orban. Foto: Anspach/dpa
Einst Publikumsliebling beim FCK, dann Buhmann nach seinem Wechsel zu RB Leipzig: Willi Orban. Foto: Anspach/dpa FOTO: Anspach/dpa
Kaiserslautern. Die Saison ist für den 1. FC Kaiserslautern praktisch gelaufen. Der Klassenverbleib ist gesichert, jetzt geht es für die Pfälzer nur noch um die Ehre. Agentur

Zum Duell der Gegensätze kommt es in der Zweiten Liga im Montagabendspiel zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und RB Leipzig. Auf der einen Seite der kriselnde Traditionsverein aus der Pfalz, auf der anderen der Konzernclub aus Leipzig, der kurz vor dem Aufstieg in die Fußball-Bundesliga und damit vor dem größten Erfolg der noch jungen Vereinsgeschichte steht.

Dass ein Wechsel zwischen diesen Welten nicht glimpflich verläuft, musste der ehemalige FCK-Kapitän und Publikumsliebling Willi Orban im vergangenen Sommer feststellen. Nach seiner Unterschrift in Leipzig war er, vor allem in den sozialen Netzwerken, harten Anfeindungen ausgesetzt. Auch heute Abend (20.15 Uhr/Sky und Sport1) wird er aus Sicht der FCK-Fans wohl die unbeliebteste Person im Stadion sein. Sportlich ist auf dem Betzenberg erstmal etwas Ruhe eingekehrt, der Klassenverbleib ist so gesichert, und auch die Lizenz für die kommende Saison wurde ohne Auflagen erteilt.

"Gegen Leipzig ist es weniger eine Frage des Systems, ob du mit einem, zwei oder drei Stürmern spielst. Es geht um die Mentalität auf dem Platz", sagte FCK-Trainer Konrad Fünfstück. Gleichzeitig forderte er sein Team mit Blick auf die neue Saison: "Wir haben noch vier Spiele bis zum Saisonende. Jeder Spieler muss jetzt Werbung für sich selbst machen". Der 35-Jährige erklärte, dass die Gespräche über die Planung des Kaders für die neue Saison im Gange sind. Als entscheidenden Punkt bei einer Neuverpflichtung bezeichnete er die Mentalität, der Spieler müsse zum Verein passen.



Flügelspieler Marcel Gaus nahm sich und sein Team auch gegenüber den Fans in die Pflicht. "Wir wollen den Zuschauern wieder ein gutes Gefühl geben. Die schlechte Serie vergessen machen und die Anhänger mit Vorfreude auf die neue Saison in die Sommerpause schicken. Es wird ein besonderes Spiel gegen ein Team mit außerordentlichen Möglichkeiten."

Personell kann Lauterns Trainer Fünfstück fast aus dem Vollen schöpfen. Zu den Langzeitverletzten Chris Löwe, Tim Heubach und Alexander Jacob gesellt sich nur der Gelbgesperrte Lukas Görtler hinzu.