| 23:20 Uhr

Energie Cottbus
Staatsschutz ermittelt gegen Cottbus-Fans

Cottbus. (sid) Nach einer ungenehmigten Versammlung von Fußballfans mit Kapuzen im Stil des Ku-Klux-Klans in Cottbus ermittelt der polizeiliche Staatsschutz. Es kursiere ein Bild im Internet, sagte eine Sprecherin der Polizeidirektion Süd gestern. Darauf sind mehrere Personen zu sehen, die nach dem Relegationsspiel FC Energie Cottbus gegen SC Weiche Flensburg auf dem Marktplatz der Lausitzstadt weiß maskiert posieren. Zudem hielten sie ein Transparent mit der Aufschrift „Aufstieg des Bösen“ in die Kamera, auch ein Feuer brannte.

(sid) Nach einer ungenehmigten Versammlung von Fußballfans mit Kapuzen im Stil des Ku-Klux-Klans in Cottbus ermittelt der polizeiliche Staatsschutz. Es kursiere ein Bild im Internet, sagte eine Sprecherin der Polizeidirektion Süd gestern. Darauf sind mehrere Personen zu sehen, die nach dem Relegationsspiel FC Energie Cottbus gegen SC Weiche Flensburg auf dem Marktplatz der Lausitzstadt weiß maskiert posieren. Zudem hielten sie ein Transparent mit der Aufschrift „Aufstieg des Bösen“ in die Kamera, auch ein Feuer brannte.

Von der Aktion hatte die Polizei erst im Anschluss erfahren. Daraufhin sei Anzeige erstattet worden, hieß es. Zu Details der Ermittlungen wollte die Polizei keine Angaben machen. Unklar war zunächst, wer das Foto aufgenommen hat. Von der Szene wurde in sozialen Netzwerken nur eine Aufnahme geteilt.

Der Club distanzierte sich „entschieden“ von dem gezeigten Banner und den verantwortlichen Personen. „Wir sind zutiefst betroffen, dass einige wenige Personen durch ihr Handeln die Freude über den Aufstieg trüben und das Image von zehntausenden Energiefans und des Vereins beschädigen“, teilte Energie mit und nannte das dargestellte Banner „menschenverachtend, abstoßend und in keiner Weise tolerierbar“. Mit dem 0:0 im Rückspiel der Aufstiegsrunde hatte Cottbus den Aufstieg nach zwei Jahren in der Regionalliga perfekt gemacht. Im Stadion der Freundschaft waren die Feierlichkeiten friedlich verlaufen.