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3. Fußball-Liga
Eine Motivationsspritze zum Jahresausklang

  Nach vier Siegen in Folge sieht die sportliche Lage beim Fußball-Drittligisten   1. FC Kaiserslautern deutlich freundlicher aus als noch vor einem Monat. Trainer Boris Schommers bescheinigt seiner Mannschaft weiteres Steigerungspotenzial – tritt aber auch ein wenig auf die Euphoriebremse.
Nach vier Siegen in Folge sieht die sportliche Lage beim Fußball-Drittligisten 1. FC Kaiserslautern deutlich freundlicher aus als noch vor einem Monat. Trainer Boris Schommers bescheinigt seiner Mannschaft weiteres Steigerungspotenzial – tritt aber auch ein wenig auf die Euphoriebremse. FOTO: dpa / Marius Becker
Kaiserslautern. Fußball-Drittligist 1. FC Kaiserslautern will seinen Aufwärtstrend nach vier Siegen in Serie beim FC Bayern II fortsetzen. Trainer Boris Schommers sieht sein Team noch längst nicht am Ende seines Weges angekommen. Von Svenja Hofer

Häufig huscht Boris Schommers ein Lächeln übers Gesicht. Die gute Stimmung nach zuletzt vier Siegen in Serie ist dem Trainer des Fußball-Drittligisten
1. FC Kaiserslautern bei der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel am Samstag, 14 Uhr, beim FC Bayern München II anzumerken. Trotz der deutlich entspannteren Lage am Betzenberg – der FCK hat sich als derzeit Elfter mit 25 Punkten aus dem Tabellenkeller gearbeitet – bremst der Coach die Euphorie. „Es ist noch kein Höhenflug. Natürlich sind wir glücklich über die vier Siege in Folge, aber da ist noch eine Menge Luft nach oben“, betont der 40-Jährige und schiebt nach: „Das ist noch nicht das Ende des Weges.“ Seine Mannschaft habe endlich in die Spur gefunden – und in der will sie gerne noch länger bleiben, um den Sprung in die obere Tabellenhälfte zu schaffen.

Vor der Weihnachtspause hat der FCK noch zwei Auswärtsspiele vor der Brust. Zunächst geht’s zum Rückrundenabschluss am Samstag zu den Bayern, eine Woche später folgt die Partie bei der Spielvereinigung Unterhaching. „Mit den Bayern kommt eine massive individuelle Qualität auf uns zu.“ Um der guten Offensive ebenso erfolgreich wie in der vergangenen Woche dem Halleschen FC zu begegnen, komme es darauf an, wieder kompakt gegen den Ball zu arbeiten, ohne dabei nur zu reagieren, sondern auch selbst zu agieren. „Wir dürfen keinen Millimeter nachlassen“, fordert Schommers von seinen Spielern erneut an ihre „physische und leidenschaftliche Grenze“ zu gehen. „Jeder hat verstanden, dass das in jeder Partie nötig ist, um erfolgreich zu sein.“ Es sei dem Trainerteam endlich gelungen, der Mannschaft in den letzten Wochen Stabilität zu verleihen. „Wir haben das Gerüst gefunden, in dem die Mannschaft agieren kann. Und das geht nur übers Kollektiv“, erklärt der 40-Jährige.

Die jüngsten Erfolge erzeugen bei Schommers sogar einen gewissen Luxus: „Auch die Einwechselspieler drängen sich direkt auf, nutzen ihre Chance und funktionieren sofort sehr gut. Aktuell haben wir die schöne Situation, dass jeder sich empfiehlt und mir das natürlich die Aufstellung erschwert.“



Und genau weil die Mannschaft zuletzt so gut mitgezogen hat, gab es zur Weihnachtszeit auch eine ganz besondere „Motivationsspritze“. „Das Team gibt derzeit sehr viel, da dachten wir, als Trainerteam, wir könnten auch etwas zurückgeben.“ Mit jedem Erfolg in den letzten drei Spielen des Jahres wächst die kurze Winterpause um einen freien Tag an. Eigentlich wollte Schommers den Auftakt am
3. Januar bestreiten. Durch den Sieg gegen Halle, hat sich die Pause schon um einen Tag verlängert. Zwei weitere könnten es noch werden, hält die Serie der Roten Teufel an.

Freudig blickt der FCK-Trainer auch auf die Zahl der mitreisenden Fans am Samstag. Über 2000 Lautrer werden in München erwartet. Dies zeige, „dass wir hier auf dem richtigen Weg sind, ich hoffe, dass wir ihren Erwartungen gerecht werden“, betont Schommers – mit einem Lächeln im Gesicht.

Die Vorstände des 1. FC Kaiserslautern e.V., Wilfried de Buhr und Markus Römer, sind von ihren Ämtern zurückgetreten. Das Duo begründete den Schritt damit, sich künftig intensiver privaten Themen widmen zu wollen. Dies teilte der Verein am Freitag mit. Der Aufsichtsrat des Fußball-Drittligisten um Ex-Weltschiedsrichter Markus Merk begrüßte die Entscheidung. Man werde sich „unverzüglich mit dem Thema der Nachbesetzung des Vereinsvorstandes beschäftigen.“
Michael Klatt, der noch bis Ende des Jahres Geschäftsführer beim FCK ist, heuert zum 1. Januar beim Ligakonkurrenten MSV Duisburg an.