| 21:03 Uhr

1. FC Kaiserslautern
Hartes Geduldsspiel für die Roten Teufel

 So kämpferisch wie hier Kaiserslauterns Manfred Starke (l) im Laufduell gegen Ridle Baku von Mainz 05 wollen die Roten Teufel auch am Samstag im Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig auftreten. 
So kämpferisch wie hier Kaiserslauterns Manfred Starke (l) im Laufduell gegen Ridle Baku von Mainz 05 wollen die Roten Teufel auch am Samstag im Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig auftreten.  FOTO: dpa / Uwe Anspach
Kaiserslautern. Mit dem Rückenwind aus dem Pokaltriumph gegen Bundesligist FSV Mainz 05 bestreitet Fußball-Drittligist 1. FC Kaiserslautern am Samstag sein Heimspiel gegen Braunschweig. Von Mirko Reuther

Mit einem breiten Grinsen im Gesicht nahm Sascha Hildmann am Freitag vor der Pressekonferenz des Fußball-Drittligisten 1. FC Kaiserslautern auf seinen Stuhl vor dem Podium Platz und erwartete die Fragen der Pressevertreter. Nach dem 2:0-Pokalerfolg seiner Mannschaft am letzten Samstag gegen Bundesligist Mainz 05 hatte der FCK-Trainer auch allen Grund zu Strahlen. Aber auch im Hinblick auf die Personalsituation der Roten Teufel konnte der 47-Jährige vor dem Heimspiel am Sonntag um 13 Uhr im Fritz-Walter-Stadion gegen Eintracht Braunschweig Positives vermelden. Die Defensivspieler Janek Sternberg und Lukas Gottwalt sind nach wochenlanger Pause zurück im Mannschaftstraining. „Es sieht sehr gut aus, wir haben fast wieder den kompletten Kader zur Verfügung“, sagte Hildmann, der aber einräumen musste, dass für beide ein Einsatz voraussichtlich zu früh kommt. Verzichten muss der FCK auf Runar Bjarnason (Muskelbündelriss) und Theodor Bergmann (Herzmuskelprobleme). Außerdem fehlen die Langzeitverletzten Lukas Spalvis und Dylan Esmel. Nach dem Pokaltriumph gegen den Bundesligisten hofft Hildmann bei seiner Elf auf „viel Selbstvertrauen“ und dass die zuletzt guten Leistungen in der Liga „jetzt auch in Ergebnisse umschlagen“. In der Liga hatte der FCK zuletzt eine unglückliche 2:3-Niederlage in Münster kassiert, im Heimspiel gegen Ingolstadt hatte es zuvor trotz starker Leistung ein torloses Remis gegeben.

Bei den Anhängern sei dennoch eine neue Euphorie entfacht, glaubt der Trainer. Am Montag nach dem Pokalspiel habe er in Kaiserslautern „so viele Menschen im FCK-Trikot gesehen wie selten zuvor.“ Und seine Spieler, denen er bislang nur davon erzählen konnte, was auf dem Betzenberg möglich ist, „haben es gegen Mainz jetzt selbst erlebt.“

Dass seiner Mannschaft der Sieg im Pokal vor dem Heimspiel gegen Braunschweig zu Kopf gestiegen sein könnte, glaubt Hildmann nicht. „Die Spieler können das gut einschätzen“, verspricht der Trainer, der vor der starken Eintracht-Offensive um Stürmer Marcel Bär und den brandgefährlichen Freistoßschützen Martin Kobylanski warnt. „Es wird ein hartes, ein geduldiges Spiel“, prophezeit Hildmann. Der Trainer fordert, Braunschweig im Angriff „gar nicht erst stattfinden zu lassen.“ Seine eigene Elf müsse „mutig auftreten. Ein gutes Positionsspiel an den Tag legen. Und bei eigenem Ballbesitz immer wieder die richtigen Lösungen finden.“



Ob der lange verletzte Mittelfeldspieler Simon Skarlatidis, der gegen Mainz überzeugt und das entscheidende 2:0 durch Florian Pick sehenswert vorbereitet hatte, gegen Braunschweig ein Kandidat für die Startelf ist, sei noch unsicher. „Er ist Vollblutfußballer. Wenn ich ihn frage, will er immer spielen. Aber er ist lange ausgefallen, wir müssen ein bisschen auf ihn aufpassen“, sagte Hildmann, der noch das Training am Samstag abwarten will.