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Russland-Sperre durch die Wada
Die Messlatte liegt endlich hoch

 Klankert_Kai
Klankert_Kai FOTO: SZ / Roby Lorenz
Die Vierjahressperre der Welt-Anti-Doping-Agentur für den russischen Sport ist richtig und gut. Zu lange hat das System Russland den Weltsport an der Nase herumgeführt und weiter betrogen. Und dass erstmals auch der Fußball, der sich gerne in einer Sonderrolle sieht, leiden muss, kann nur ausdrücklich gelobt werden. Von Kai Klankert

Bleibt zu hoffen, dass bei der Neubewertung durch den Internationalen Sportgerichtshof die Sanktionen nicht aufgeweicht werden durch zu viele Ausnahmegenehmigungen.

Die Wada hat ein Zeichen gesetzt – und sich die Messlatte endlich selbst hoch gelegt. Russland ist zwar mit seinem kriminell durchtriebenen System ein Sonderfall, aber beileibe nicht die einzige Skandal-Nation. Wenn selbst der Fall Russland den Doping-Betrügern nicht als Abschreckung dient, muss die Wada auch in minderschweren Fällen mit größtmöglicher Härte vorgehen – um dem Sport wieder Glaubwürdigkeit zu verleihen und vor allem die sauberen Sportler zu schützen.