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Die Bender-Zwillinge sorgen bei Olympia für Verwirrung

 Die Zwillinge Lars Bender (li.) und Sven Bender spielten schon früher gemeinsam für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft. Foto: dpa
Die Zwillinge Lars Bender (li.) und Sven Bender spielten schon früher gemeinsam für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft. Foto: dpa FOTO: dpa
Salvador da Bahia. Zumindest Horst Hrubesch hat bei der Unterscheidung von Lars und Sven Bender keine Probleme. "Ich erkenne sie an der Nasenspitze", sagt der Trainer der deutschen Olympia-Fußballer über die eineiigen Zwillinge, "nach zwei Länderspielen habe ich gewusst, wer Lars und wer Sven ist." Hrubesch kennt die Benders schon eine ganze Weile: Mit beiden wurde er 2008 U19-Europameister, in Brasilien plant er den nächsten Coup. sid

Zumindest Horst Hrubesch hat bei der Unterscheidung von Lars und Sven Bender keine Probleme. "Ich erkenne sie an der Nasenspitze", sagt der Trainer der deutschen Olympia-Fußballer über die eineiigen Zwillinge, "nach zwei Länderspielen habe ich gewusst, wer Lars und wer Sven ist." Hrubesch kennt die Benders schon eine ganze Weile: Mit beiden wurde er 2008 U19-Europameister, in Brasilien plant er den nächsten Coup.

Bis 2009 verlief die Karriere der Bender-Brüder identisch, dann trennten sich die Wege der Zwillinge aus dem Chiemgau: Den zwölf Minuten jüngeren Sven zog es zu Borussia Dortmund , Lars zu Bayer Leverkusen . Als Hrubesch für Olympia eine Familien-Zusammenführung anbot, war die Entscheidung schnell gefallen. "Man weiß schließlich nie, wie oft man noch dazu kommt", sagt Sven Bender .

Für Verwirrung sorgt das Duo, das sogar bei der Frisur den gleichen Geschmack hat, dennoch so manches Mal. "Ich weiß nicht, wie ich die beiden unterschieden soll", sagte Torhüter Timo Horn: "Ich muss mal nachfragen, vielleicht hat einer ein besonderes Merkmal. Bisher ist es mir jedenfalls sehr schwer gefallen."



In Brasilien bilden die 27-Jährigen wenig überraschend eine WG, ganz so wie früher beim TSV Brannenburg, der SpVgg Unterhaching oder 1860 München. "Das letzte Mal, dass wir ein Doppelzimmer hatten, war in der U19. Noch funktioniert es ganz gut", sagt Sven und fügt mit einem Augenzwinkern hinzu: "Was keiner weiß: Eigentlich verstehen wir uns überhaupt nicht."

Auch dieser Humor war es, der Hrubesch bei der Suche nach den drei erlaubten älteren Spielern für sein Team nicht lange zögern ließ. "Ich weiß, was das für Typen sind, und dass sie hinter der ganzen Geschichte stehen. Ich habe sie gefragt, und keiner von beiden hat länger als zwei Sekunden überlegt", sagt der DFB-Trainer vor dem ersten Gruppenspiel am Donnerstag (22 Uhr/ZDF) in Salvador gegen Mexiko.