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DHB-Frauen hadern mit Remis gegen Spanien

 Anne Hubinger traf fünfmal für die DHB-Auswahl. Foto: dpa
Anne Hubinger traf fünfmal für die DHB-Auswahl. Foto: dpa FOTO: dpa
Göteborg. Die deutschen Handballerinnen erleben gegen Spanien eine Achterbahnfahrt. Erst laufen sie permanent einem Rückstand hinterher, dann haben sie sogar die Chance zum Sieg. Am Ende steht ein Remis. Agentur

Nach der verpassten Krönung einer tollen Aufholjagd gegen Spanien war den deutschen Handball-Ladies nicht nach einem Freudentänzchen zumute. Das 20:20 (9:12) im zweiten Hauptrundenspiel werteten die DHB-Frauen eher als Rückschlag im Rennen um die Halbfinaltickets bei der EM-Endrunde in Schweden. "Das fühlt sich wie ein verlorener Punkt an. Wir haben uns durch die vielen vergebenen Chancen selbst um den Sieg gebracht", haderte Kerstin Wohlbold mit dem Ausgang des Handball-Krimis in Göteborg .

Ein von Svenja Huber 45 Sekunden vor dem Ende verworfener Siebenmeter kostete die Mannschaft von Bundestrainer Michael Biegler gestern Abend gegen den EM-Zweiten von 2014 den möglichen Sieg und damit einen wichtigen Zähler. Vor dem abschließenden Hauptrundenspiel gegen EM-Gastgeber Schweden am morgigen Mittwoch hat die Auswahl des Deutschen Handballbundes 5:3 Punkte auf dem Konto. "Wir haben viel zu viele Chancen vergeben, das hat sich am Ende gerächt. Wir hätten heute gewinnen können", befand Rückraumspielerin Emily Bölk.

Neben dem Punktverlust war der Ausfall von Isabell Klein zu beklagen, die kurz vor Schluss mit einer Gesichtsverletzung vom Parkett musste und noch lange nach dem Abpfiff behandelt wurde. "Wir wissen nichts Genaues, sie ist ins Krankenhaus gebracht worden. Möglicherweise ist die Nase gebrochen", berichtete Biegler.



Der Bundestrainer hob nach der Achterbahnfahrt aber lieber das Positive hervor: "Wir haben wieder nicht verloren, das haben die ‚Ladies' richtig gut gemacht. Vor der Pause haben sie einige Chancen liegen gelassen, die zweite Hälfte war hingegen überragend."