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Fußball
Für St. Pauli ist in Paderborn Endstation

 Der Paderborner Ben Zolinski (Mitte) scheitert mit seinem Schuss an Torwart Philipp Heerwagen und Marc Hornschuh aus Hamburg.
Der Paderborner Ben Zolinski (Mitte) scheitert mit seinem Schuss an Torwart Philipp Heerwagen und Marc Hornschuh aus Hamburg. FOTO: dpa / Friso Gentsch
Köln. Die Hamburger scheitern in der ersten DFB-Pokal-Runde mit 1:2 beim Regionalligisten. Schalke mit Mühe.

(sid) Der neue Trainer Domenico Tedesco hat bei Fußball-Bundesligist Schalke 04 eine äußerst durchwachsene Pflichtspiel-Premiere erlebt, aber immerhin den Einzug in die zweite DFB-Pokalrunde gefeiert. Der fünfmalige Cup-Gewinner setzte sich in Berlin beim tapfer kämpfenden Regionalligisten BFC Dynamo dank Doppeltorschütze Jewgeni Konopljanka mit 2:0 (0:0) durch. Der haushohe Favorit hatte im ersten Pflichtspiel unter dem 31-jährigen Tedesco phasenweise aber gehörige Probleme.

Der FC St. Pauli scheiterte unterdessen überraschend schon in der ersten Runde. Der Zweitligist verlor bei Drittliga-Spitzenreiter SC Paderborn nach einer mäßigen Vorstellung mit 1:2 (0:1). Der SCP setzte damit am 110. Geburtstag des Klubs seinen Höhenflug fort und blieb auch im fünften Pflichtspiel der Saison ungeschlagen. Zweitliga-Spitzenreiter 1. FC Nürnberg hat seinen starken Saisonstart derweil veredelt und steht nach einem 2:1 (2:0) bei Liga-Konkurrent MSV Duisburg in Runde zwei.

Fünf Tage vor dem Bundesligastart am Samstag (18.30 Uhr/Sky) gegen Vizemeister RB Leipzig erlöste Konopljanka vor 14 117 Zuschauern im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark im Bezirk Prenzlauer Berg die Schalker in der 78. Minute. Der eingewechselte Confed-Cup-Sieger Leon Goretzka bereitete den Treffer vor. In der Nachspielzeit stellte Konopljanka den Endstand her.



Tedesco stand bei seiner Premiere von der ersten Minute an vor der Schalker Bank. Er dirigierte, ermutigte, beruhigte – und wirkte dabei äußerst engagiert. Erst am Samstag hatte der jüngste Coach in der Clubgeschichte von S04 Weltmeister Benedikt Höwedes als Kapitän abgesetzt und für viel Wirbel gesorgt. Immerhin war Höwedes, derzeit nicht im Kader, seit 2011 im Amt. Der 29-Jährige, der sich im Sommer einer Hüft-OP unterzog, akzeptierte die Entscheidung jedoch. In der Hauptstadt agierte Keeper Ralf Fährmann erstmals als Spielführer.

Massih Wassey (41.) sorgte mit einem Traumtor für die Führung vor 15 000 Zuschauern in der ausverkauften Arena in Paderborn. Christopher Antwi-Adjej (79.) erhöhte für die Gastgeber, der Anschlusstreffer des eingewechselten Sami Allagui 2:1 (90.+1) kam für St. Pauli zu spät.

Vor 15 576 Zuschauern in Duisburg zeigten die Nürnberger die reifere Spielanlage und gingen durch Kopfbälle von Hanno Behrens (21.) und Georg Margreitter (41.) in Führung. Für den viermaligen Pokalfinalisten Duisburg reichte es nur noch zum Anschlusstor durch Kevin Wolze (90.+4, Foulelfmeter).