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DFB-Pokal
Bayern gewinnen packenden Pokalfight gegen Werder Bremen

  Münchens Robert Lewandowski jubelt über seinen Treffer zum 1:0, später erzielte er per Elfmeter das entscheidende 3:2 für die Bayern.
Münchens Robert Lewandowski jubelt über seinen Treffer zum 1:0, später erzielte er per Elfmeter das entscheidende 3:2 für die Bayern. FOTO: dpa / Carmen Jaspersen
Bremen. Der FC Bayern München entscheidet das DFB-Pokal-Halbfinale gegen Werder Bremen mit 3:2 für sich. Für die Entscheidung sorgt ein umstrittender Elfmeter.

Der FC Bayern München hat Werder Bremens Heim-Serie im DFB-Pokal spektakulär beendet und darf weiter vom Double aus Meisterschaft und Cup träumen. Der Tabellenführer der Fußball-Bundesliga setzte sich in einem packenden Nord-Süd-Klassiker gestern Abend mit 3:2 (1:0) durch und freut sich auf das Finale am 25. Mai in Berlin gegen RB Leipzig.

Robert Lewandowski (36. Minute), Thomas Müller (63.) und erneut Lewandowski mit einem umstrittenen Foulelfmeter (80.) sorgten mit ihren Toren vor 42 100 Zuschauern im Weserstadion für die Entscheidung zugunsten der Bayern. Yuya Osako (74.) und Milot Rashica (75.) trafen für die aufopferungsvoll kämpfenden Bremer, die zuvor 31 Jahre im Pokal zu Hause nicht verloren hatten.

Von Beginn an entwickelte sich eine intensive Partie mit harten Zweikämpfen und viel Tempo. In der achten Minute näherte sich Werder erstmals dem Bayern-Tor an. Der nach einer Oberschenkelverletzung gerade noch fit gewordene Max Kruse schoss nach Ablage von Rashica jedoch drüber. Schon bei der Anreise zum Spiel waren die hochmotivierten Bremer von tausenden Fans gefeiert und eingestimmt worden.



Die beeindruckende Atmosphäre setzte sich im Stadion fort und verebbte auch nicht, als die Bayern immer besser ins Spiel kamen. Müller verfehlte mit der Hacke aus kurzer Distanz knapp das Bremer Tor (10.)

Beide Teams boten Power-Fußball und zeigten zahlreiche Offensivaktionen. Für die Bayern sorgte Kingsley Coman auf der linken Seite für ordentlich Wirbel, bei den Bremern zeigte Kapitän Kruse, warum sein Trainer Florian Kohfeldt ihn unbedingt dabei haben wollte. Der Münchner Mittelfeldstratege Thiago (22.) und Bremens Davy Klaassen (23.) hatten weitere Möglichkeiten.

Eine Situation, die zunächst gar nicht gefährlich wirkte, brachte die Bayern in Front. Eine Flanke von Jérôme Boateng landete auf dem Kopf von Müller, der den Ball aus spitzem Winkel in hohem Bogen an den Innenpfosten köpfte. Von dort sprang das Spielgerät vor die Füße von Lewandowski, der nur noch einschieben musste. Bremen suchte noch vor der Pause nach der Antwort. Sven Ulreich war bei einem abgefälschten Schuss von Kruse jedoch zur Stelle (45.).

Kurz nach dem Seitenwechsel hatte Coman die Vorentscheidung auf dem Fuß. Auf starke Vorarbeit von Müller scheiterte der Franzose jedoch freistehend an Bremens Torwart Jiri Pavlenka (48.). Müller machte es besser: Einen verunglückten Schuss des eingewechselten Leon Goretzka nahm er gefühlvoll an und überwand Pavlenka zum 2:0.

Kohfeldt erhöhte und brachte die 40 Jahre alte Stürmer-Legende Claudio Pizarro für Mittelfeldspieler Kevin Möhwald. Und plötzlich waren die Bremer gefährlich. Osako verkürzte nach Vorarbeit von Rashica auf 1:2 und nur wenige Sekunden später war der 22-Jährige selbst erfolgreich. Die Bremer Fans flippten aus, wurden jedoch wenig später geschockt: Coman ging nach einem leichten Schieber von Theodor Gebre Selassie im Strafraum zu Boden und Schiedsrichter Daniel Siebert entschied auf Elfmeter. Lewandowski ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen und schoss die Bayern ins Finale.