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1. FC Saarbrücken spielt gegen Zweitligist
Rheinland-pfälzisches Pokal-Derby FCK gegen Mainz

 FCK-Trainer Sascha Hildmann freut sich über das Pokallos.   Foto: Anspach/dpa
FCK-Trainer Sascha Hildmann freut sich über das Pokallos. Foto: Anspach/dpa FOTO: dpa / Uwe Anspach
Dortmund. 1. FC Saarbrücken empfängt in der ersten Runde starken Zweitligisten Jahn Regensburg. Energie Cottbus zieht Traumlos Bayern.

Regionalligist Energie Cottbus hat das große Los gezogen und trifft in der ersten Runde des DFB-Pokals auf Rekordpokalsieger und Titelverteidiger Bayern München. Das ergab die Auslosung durch Ex-Weltmeisterin Nia Künzer und Peter Frymuth, Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund. Die erste Runde wird zwischen dem 9. und 12. August ausgetragen. „Mit der grandiosen Unterstützung unserer Fans können wir immer planen, die Hütte wird sicher randvoll sein““ sagte Trainer Claus-Dieter Wollitz. Cottbus ist gerade aus der 3. Liga abgestiegen.

Vizemeister Borussia Dortmund trifft auf Drittligist KFC Uerdingen – ganz speziell wird die Partie für den langjährigen BVB-Profi Kevin Großkreutz. Der Weltmeister von 2014 spielt mittlerweile für den KFC.

Der FSV Mainz 05 muss in der ersten Runde des DFB-Pokals beim pfälzischen Nachbarn 1. FC Kaiserslautern antreten. Es ist das erste Derby zwischen dem Bundes- und Drittligisten seit 2011/2012.



„Mit dem Derby in Kaiserslautern haben wir ein geiles Los gezogen. Gleich in der ersten Runde ein Derby, top!“, sagte der Mainzer Cheftrainer Sandro Schwarz nach der Auslosung. „Wir gehen mit einer Riesenvorfreude an die Aufgabe heran, wollen uns als Bundesligist aber natürlich durchsetzen und im Pokal weiterkommen als in der vergangenen Saison.“

Für Mainz ist die Begegnung zwischen dem 9. und 12. August das erste Pflichtspiel der Saison, Kaiserslautert startet schon zuvor in die
3. Liga. „Wir wissen um die Atmosphäre in Kaiserslautern, wollen als Bundesligist aber selbstverständlich unserer Favoritenrolle gerecht werden und haben auch im DFB-Pokal Ziele“, erklärte 05-Sportvorstand Rouven Schröder. Es ist das erste Rheinland-Pfalz-Derby seit der Saison 2011/2012.

„Nach dem Sieg im Verbandspokal war uns klar, dass wir einen starken Gegner in der ersten Runde bekommen. Nun ist es Mainz 05 geworden“, sagte FCK-Geschäftsführer Martin Bader. „Sportlich ist das eine Riesenherausforderung für uns gegen eine Mannschaft, die sich seit Jahren in der Bundesliga etabliert hat. Ein solches Derby elektrisiert die Massen.“ Auch sein Chefcoach Sascha Hildmann freut sich über das Los: „Wer weiß, was auf dem vollen Betze alles möglich ist.“

Wenig Glück hatte bei der Auslosung Rheinlandligist FSV Salmrohr, der Sechstligist bekommt es mit Holstein Kiel zu tun. „Wir sind zufrieden. Wir hatten unser Highlight schon und nehmen jeden Gegner“, sagte Salmrohrs Sportlicher Leiter Karl-Heinz Kieren jedoch. Der FSV ist als Sechstligist der tiefstklassigste Teilnehmer am Pokal-Wettbewerb 2019/20.

Bei den Fans des Fußball-Regionalligisten 1. FC Saarbrücken sind die Reaktionen auf das Pokallos Jahn Regensburg dagegen gespalten. Von „Traumlos“ bis „Scheißlos“ ist in den sozialen Netzwerken alles zu finden. „Was ist denn ein Wunschlos? Ein großer Name, der das Stadion füllt, gegen den man sportlich aber wenig Aussichten auf Erfolg hat? Oder doch lieber ein Gegner, gegen den man eine Runde weiterkommen kann?“, fragte sich auch FCS-Sportdirektor Marcus Mann, „wir müssen es so nehmen, wie es ist.“