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DFB-Frauen nicht aufzuhalten

 Die Deutsche Célia Okoyino da Mbabi (vorne) blockt die Französin Sandrine Soubeyrand gekonnt ab. Deutschland gewinnt souverän mit 5:1 in Tampere. Foto: dpa
Die Deutsche Célia Okoyino da Mbabi (vorne) blockt die Französin Sandrine Soubeyrand gekonnt ab. Deutschland gewinnt souverän mit 5:1 in Tampere. Foto: dpa
Tampere. Die deutschen Fußballerinnen scheinen auf dem Weg zum siebten EM-Titel kaum aufzuhalten. Vor 3331 Zuschauern in Tampere ging die Mannschaft von Trainerin Silvia Neid im zweiten Gruppenspiel gegen Frankreich durch Tore von Inka Grings (9.), Annike Krahn (17.) und Melanie Behringer (45.+1) bis zur Pause 3:0 in Führung, die Linda Bresonik (47 Von dpa-Mitarbeiter Ulli Brünger

Tampere. Die deutschen Fußballerinnen scheinen auf dem Weg zum siebten EM-Titel kaum aufzuhalten. Vor 3331 Zuschauern in Tampere ging die Mannschaft von Trainerin Silvia Neid im zweiten Gruppenspiel gegen Frankreich durch Tore von Inka Grings (9.), Annike Krahn (17.) und Melanie Behringer (45.+1) bis zur Pause 3:0 in Führung, die Linda Bresonik (47.) per Handelfmeter kurz nach dem Wechsel ausbaute. Für die Französinnen reichte es nur zum Ehrentreffer durch Gaetane Thiney (51.), ehe die eingewechselte Simone Laudehr (90.+1) in der Nachspielzeit sogar noch auf 5:1 erhöhte. "Das Schöne ist, dass wir uns nach zwei Spielen schon qualifiziert haben und den Luxus haben, uns im dritten Spiel nicht mehr ganz so aufzuregen", sagte Neid, die "natürlich sehr zufrieden" war. "Wir wissen, dass in der zweiten Hälfte die Konzentration etwas nachgelassen haben, das ist ganz normal." Das deutsche Team knüpfte nahtlos an die gute Vorstellung vom Montag an und setzte den technisch starken und gefällig kombinierenden Gegner mit ihrer Power gewaltig unter Druck. Und die Angriffsbemühungen wurden diesmal auch schnell belohnt. Anders als gegen die Skandinavierinnen nutzte das deutsche Sturmduo gleich die erste Chance im Spiel zum Führungstreffer: Spielführerin Birgit Prinz flankte von links auf den zweiten Pfosten, Grings (9.) drückte per Kopf den Ball über die Linie. Nur eine Minute nachdem die französische Torfrau Sarah Bouhaddi reaktionsschnell einen Schuss von Melanie Behringer (16.) entschärft hatte, klingelte es zum zweiten Mal bei "Les Bleues". Krahn überlistete Sarah Bouhaddi aus rund 28 Metern. "Der Ball kommt aus der Abwehr zurück in meine Richtung. Ich wusste nicht wohin damit, da habe ich ihn einfach reingeschossen", sagte Krahn nach ihrem Kunstschuss ins Tordreieck. Die Partie war entschieden, als die Münchnerin Behringer in ihrem 50. Länderspiel per Freistoß in der Nachspielzeit der ersten Hälfte sogar noch das 3:0 gelang. Nach dem Wechsel mühte sich das Team von Bruno Bini, die gute Technik auch effektiv in Tore umzumünzen. Und tatsächlich konnte Mittelfeldspielerin Thiney mit ihrem schön herausgespielten Treffer (51.) zumindest etwas die Ehre der "Grande Nation" retten.



Auf einen BlickFrankreich - Deutschland 1:5 (0:3). Frankreich: Bouhaddi - Viguier (68. Lepailleur), Georges, Meilleroux, Bompastor - Abily - Soubeyrand, Necib (68. Le Sommer), Thiney, Bussaglia (79. Bretigny) - Thomis. - Deutschland: Angerer (FFC Frankfurt) - Schmidt (Turbine Potsdam), Krahn (FCR Duisburg), Hingst (Frankfurt), Peter (Potsdam) - Kulig (Hamburger SV - 66. Bartusiak/Frankfurt), Bresonik (Duisburg) - Garefrekes, Prinz (beide Frankfurt), Behringer (Bayern München - 46. Laudehr/Duisburg) - Grings (Duisburg - 77. Okoyino da Mbabi/SC Bad Neuenahr). - Schiedsrichterin: Monsul (Ukraine). - Zusch.: 3331. - Tore: 0:1 Grings (9.), 0:2 Krahn (17.), 0:3 Behringer (45.+1), 0:4 Bresonik (47./Handelfmeter), 1:4 Thiney (51.), 1:5 Laudehr (90.+ 1). - Gelbe Karten: Bompastor/Bartusiak. dpa