| 22:10 Uhr

DFB-Frauen mit Offensiv-Spektakel

 Tabea Kemme (vorne) bejubelt mit Sara Däbritz ihr Tor zum 4:1-Zwischenstand. Foto: Calagan/dpa
Tabea Kemme (vorne) bejubelt mit Sara Däbritz ihr Tor zum 4:1-Zwischenstand. Foto: Calagan/dpa FOTO: Calagan/dpa
Aalen. Auch im vierten Spiel unter der neuen Bundestrainer Steffi Jones haben die Fußball-Frauen des DFB gewonnen. Gegen die Niederlande gab es ein überzeugendes 4:2. Vor allem vor der Pause wirbelten die Deutschen kräftig. Agentur

Mit einem begeisternden Offensiv-Spektakel gegen EM-Gastgeber Niederlande haben Deutschlands Fußball-Frauen eindrucksvoll ihre Klasse demonstriert und schon jetzt Lust auf die Endrunde im Sommer 2017 geweckt. Beim souveränen 4:2 (4:1)-Sieg gestern in Aalen trumpfte der Europameister und Olympiasieger vor allem vor der Pause groß auf. Mandy Islacker mit einem Doppelschlag in der 22. und 27. Minute, Anja Mittag (40.) und Tabea Kemme (44.) erzielten die Tore für die DFB-Auswahl, die auch im vierten Spiel unter Neu-Bundestrainerin Steffi Jones erfolgreich blieb. Die Tore für die Gäste schossen Sherida Spitse (38.) per Foulelfmeter und Vivianne Miedema (88.).

"Ich bin letztendlich ganz zufrieden", sagte Jones im Anschluss. Nur mit dem zweiten Durchgang war die Bundestrainerin nicht ganz glücklich. "Da haben wir durch viele Fehlpässe und unpräzises Passspiel einiges zugelassen, was ich auf die Müdigkeit zurückführe." Daran will Jones hart arbeiten, und dennoch sieht sie ihre Mannschaft "auf dem richtigen Weg".

Jones brachte gegenüber dem Österreich-Spiel gleich acht frische Kräfte. Nur Torhüterin Almuth Schult, Kapitänin Dzsenifer Marozsan und Stürmerin Anja Mittag verblieben in der Startelf.



Die umgekrempelte Mannschaft benötigte eine Viertelstunde, dann kam die Offensivmaschine langsam auf Touren. Der Gastgeber wurde immer spielbestimmender und für seine Bemühungen belohnt. Marozsan startete ein furioses Solo und bediente Islacker, die locker einschob. Nur fünf Minuten später war Islacker erneut zur Stelle, als sie nach einem Lattenkracher von Marozsan abstaubte.

Die Oranje-Frauen waren phasenweise völlig überfordert, kamen aber durch einen Foulelfmeter von Spitse zum Anschlusstreffer. Blässe hatte Danielle van de Donk im Strafraum gefoult.

Nur 120 Sekunden danach stellte Mittag aber wieder den alten Abstand her. Kemme gelang dann mit einem herrlichen Direktschuss das schönste Tor des Tages. Miedema gelang kurz vor Schluss nur noch der Anschlusstreffer.