| 21:40 Uhr

WM der Frauen in Japan
Handballerinnen wollen gegen Südkorea Gruppensieg

Kumamoto. Bevor es gegen Südkorea um den Gruppensieg geht, schmiss Kim Naidzinavicius Netflix an. „Mördergeschichten anschauen“, erzählte die Kapitänin der deutschen Handballerinnen von ihrem Ritual vor dem Einschlafen mit Zimmerpartnerin Antje Lauenroth. sid

„Das bringt uns auf andere Gedanken“, sagte Naidzinavicius.

Das Abendprogramm, eine Idee von Lauenroth, im echten Leben Oberkommissarin, hat sich bei der WM bislang bewährt: Im letzten Vorrundenspiel an diesem Freitag (11 Uhr/Sportdeutschland.tv, zeitversetzt bei Eurosport um 17.30 Uhr) geht es gegen Südkorea überraschend um den Gruppensieg. „Wir wollen das Spiel unbedingt gewinnen“, sagte Naidzinavicius. Gewinnt Dänemark am Freitag seine Partie gegen Frankreich, würde das DHB-Team, ein eigener Sieg vorausgesetzt, vier Zähler mitnehmen. In der Hauptrunde warten auf jeden Fall Norwegen und die Niederlande.

Von der Niedergeschlagenheit nach der ersten Turnier-Niederlage gegen Frankreich (25:27) war am Donnerstag nichts mehr zu spüren. „Die Köpfe sind wieder oben“, versicherte Naidzinavicius. Während viele ihrer Mitspielerinnen den WM-Ruhetag für einen Stadtbummel in Kumamoto nutzten, genoss die Spielmacherin die freie Zeit im Hotel. Keine Spielerin verfügt über die internationale Erfahrung von Naidzinavicius (105 Länderspiele), keine erzielte im DHB-Dress mehr Treffer (264 Tore). „Kim ist eine ganz wichtige Säule in meinem Team“, sagte Trainer Henk Groener.