| 22:20 Uhr

Wintersport
Deutsche Biathleten in Schweden mit Staffel-Fiasko

Östersund. Nach dem Staffel-Fiasko von Östersund fällte Arnd Peiffer ein vernichtendes Urteil. „Wir waren nicht konkurrenzfähig“, sagte der Olympiasieger nach Platz acht der deutschen Biathleten beim Weltcup in Schweden.

Das Quartett mit Erik Lesser, Philipp Horn, Arnd Peiffer und Benedikt Doll war am Samstag nach vier Strafrunden und 13 Nachladern im Kampf um die Podestplätze chancenlos. 3:23,1 Minuten betrug der Rückstand auf den überlegenen Weltmeister Norwegen, der der Konkurrenz keine Chance ließ.

Startläufer Lesser glänzte mit zwei fehlerlosen Schnellfeuereinlagen und ging in Führung liegend auf seine Schlussrunde. Der 31 Jahre alte Thüringer, 2015 Weltmeister in der Verfolgung, übergab an Position eins an seinen Vereinskameraden Philipp Horn.

Der 25-jährige Horn erhielt auch eine Chance in der Staffel, weil Simon Schempp, der jahrelang als deutscher Schlussläufer gesetzt war, derzeit überhaupt nicht in Form ist. Doch Horn zeigte Nerven, musste nach dem Liegendschießen zwei Extrarunden drehen und fiel von der Spitze weit zurück. Nach einer weiteren schwachen Leistung im Stehendschießen übergab er als Zwölfter an Peiffer.



Nach einem Sturz musste der Harzer mit einer anderen Waffe antreten. Außerdem hatte sich der 32-Jährige eine Platzwunde am Kopf sowie Prellungen zugezogen. Davon ließ sich Peiffer zunächst nicht aus der Ruhe bringen, traf seine ersten fünf Schüsse ohne Probleme und musste am Ende doch noch 150 Extrameter absolvieren. „Das lag an meinem Unvermögen, nicht an der Waffe“, sagte Peiffer.

(dpa)