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Der Wettskandal erreicht die Bundesliga

Frankfurt. Nach dem Wirbel um eine angebliche Wett- und Spielmanipulation bei der Bundesliga-Partie VfL Bochum gegen Energie Cottbus in der Saison 2008/2009 wird nun doch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) aktiv. "Man muss zwar Verdachtsmomente aus dem kriminellen Milieu mit Distanz betrachten

Frankfurt. Nach dem Wirbel um eine angebliche Wett- und Spielmanipulation bei der Bundesliga-Partie VfL Bochum gegen Energie Cottbus in der Saison 2008/2009 wird nun doch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) aktiv. "Man muss zwar Verdachtsmomente aus dem kriminellen Milieu mit Distanz betrachten. Der Kontrollausschuss wird jedoch die Meldungen genau verfolgen, das fragliche Spiel nach eventuellen Unregelmäßigkeiten untersuchen", kündigte DFB-Präsident Theo Zwanziger gestern an.Für Energie Cottbus ist dieser Schritt überfällig. "Wir sind erstaunt, dass sich der DFB in besagter Angelegenheit nicht mit unserem Verein austauscht und Kontakt aufnimmt", sagte Energie-Präsident Ulrich Lepsch, "den vorliegenden Verdachtsmomenten nachzugehen, ist das mindeste, was man angesichts der etwaigen Tragweite erwarten kann." Die italienische Sport-Zeitung "Gazzetta dello Sport" hatte in der vergangenen Woche aus Anti-Mafia-Ermittlungsakten zitiert, in denen ein Ex-Profi damit prahlt, den Ausgang der Partie zwischen Bochum und Cottbus (3:2) am 28. Februar 2009 schon vor dem Abpfiff gewusst zu haben.

Das entscheidende Tor fiel damals elf Minuten vor Schluss durch einen umstrittenen Foulelfmeter. Cottbus stieg am Ende der Saison ab. dpa