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Der Sportbund als Helfer der Vereine

Zweibrücken. Seit ziemlich genau 100 Tagen ist Bernd Schicker Vorsitzender der rheinland-pfälzischen Sportjugend im Landessportbund (LSB) des Bundeslandes. Beim gestrigen Sportstammtisch des Pfälzischen Merkur informierte der Sportfunktionär über seine Tätigkeit in Mainz Von Merkur-Mitarbeiter Erich Schwarz

Zweibrücken. Seit ziemlich genau 100 Tagen ist Bernd Schicker Vorsitzender der rheinland-pfälzischen Sportjugend im Landessportbund (LSB) des Bundeslandes. Beim gestrigen Sportstammtisch des Pfälzischen Merkur informierte der Sportfunktionär über seine Tätigkeit in Mainz. Und selbstverständlich analysierte der erste Mann im rheinland-pfälzischen Jugendsport, gleichzeitig auch Vorsitzender der Untergliederung Pfälzischer Sportbund, die unrühmlichen Machenschaften einer früheren Mitarbeiterin des Verbandes, welche diesen um fast eine Million geprellt hatte. Der LSB bemühe sich gemeinsam mit der Sportjugend um Schadensbegrenzung. Schicker ließ die Fakten dieser kriminellen Handlung, soweit sie rekonstruierbar sind, Revue passieren. Eine seine ersten Amtshandlungen sei es gewesen, die Regressansprüche gegen jeden einzelnen der Mitarbeiter zu prüfen. Schließlich sei er verpflichtet, "Schaden von der Organisation fernzuhalten". Und hier gab es schon gleich den Tipp an alle Vereinsfunktionäre, sich auf der Geschäftsstelle eines Vereines durchaus von Zeit zu Zeit über die Geschäftszahlen und finanziellen Vorgänge zu informieren. Im weiteren Verlauf des Gespräches ging Schicker auf die Organisationsstrukturen im rheinland-pfälzischen LSB ein. Er verteidigte die Organisation in drei Sportbünde, wobei er dieser Organisationsstruktur viel Positives abgewinnen konnte. Gleichwohl, so sein Bekenntnis, sei der neu gewählte Vorstand verpflichtet, "Steine umzudrehen". Man müsse nun alles prüfen, was aber nicht sofort bedeute, dass man auch alles ändern müsse. In den übergeordneten Sport-Organisationen sieht der Funktionär lediglich Hilfen, die den Vereinen dienen sollen. "Am Ende geht es nur um die Vereine", so sein Bekenntnis. Denn der Sport könne auch "überleben ohne den Sportbund". Gleichwohl biete der Sportbund viele Hilfen an, welche von den Vereinen oftmals aus Unkenntnis oder mangels Informationen nicht genutzt würden. Als Beispiel führte Schicker die Kinderfreizeiten an, welche vom Sportbund stark unterstützt werden können. "Aber von etwa 6000 Vereinen insgesamt in Rheinland-Pfalz nehmen diese Unterstützungen vielleicht nur 200 Vereine wahr", so seine Analyse. In einer sehr angeregten Diskussion wurden im Anschluss an Schickers Ausführungen noch sehr viele Probleme der Vereinsarbeit vor Ort analysiert und diskutiert. "Am Ende geht es nur um die Vereine."Bernd Schicker