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Schweinsteiger verlängert Vertrag
Der "Fußball-Gott" hat noch nicht genug

Ein Abschiedsspiel gab es schon, doch Bastian Schweinsteiger wird weiter Fußball spielen. Mit Chicago Fire will er nach einem enttäuschenden Jahr den Titel in der MLS gewinnen.
Ein Abschiedsspiel gab es schon, doch Bastian Schweinsteiger wird weiter Fußball spielen. Mit Chicago Fire will er nach einem enttäuschenden Jahr den Titel in der MLS gewinnen. FOTO: dpa / Brooks Von Arx
Chicago/Köln. Der Ex-Kapitän der Nationalmannschaft, Bastian Schweinsteiger, hat seinen Vertrag beim US-Klub Chicago Fire nochmals um ein Jahr verlängert. Der Weltmeister von 2014 geht in seine dritte MLS-Saison.

Bastian Schweinsteiger kann doch noch nicht vom Fußball lassen. Fast auf den Tag genau drei Monate nach seinem offiziellen Abschiedsspiel bei seinem Ex-Klub Bayern München verlängerte der 34 Jahre alte Weltmeister von 2014 seinen Vertrag beim US-Profiteam Chicago Fire nach mehrwöchiger Bedenkzeit nochmals um ein Jahr. Schweinsteigers „amerikanische Reise“ geht weiter.

„Ich glaube an den Verein, und ich glaube, dass wir Meister werden können – lasst uns eine Trophäe hochhalten“, erklärte Schweinsteiger am Mittwochabend deutscher Zeit in einem Twitter-Video und verband mit der Bekanntgabe seiner Unterschrift eine klare Zielsetzung für seine dritte Saison in der nordamerikanischen Profiliga MLS.

Fire inszenierte das Treuebekenntnis seines Aushängeschildes im Internet geradezu euphorisch. Schweinsteigers Verbleib in der „Windy City“ war den Managern wie schon seine erste Vertragsverlängerung zu Jahresbeginn einmal mehr eine Breaking News wert, zudem bot der Verein auch gleich passend Trikots mit der Rückennummer 31 des früheren Kapitäns der deutschen Nationalmannschaft zur Feier des Tages zu Sonderkonditionen an.



„In mehrfacher Hinsicht verkörpert ‚Basti‘ unseren Verein, den Prototypen des Fire-Spielers und den Geist von Chicago: fleißig, schlau, enthusiastisch, begabt und weltklasse“, sagte Fire-Boss Nelson Rodriguez. Schweinsteigers Entscheidung für eine weitere Saison mache „unsere anhaltenden Bemühungen um die Meisterschaft sowohl auf als auch neben dem Feld klar“.

In den beiden vergangenen Spielzeiten waren Chicagos Hoffnungen auf den großen Wurf mit Schweinsteiger noch unerfüllt geblieben. 2017 in seiner MLS-Debütsaison hatte der frühere Bayern-Star mit Fire zwar auf Anhieb wenigstens die erste Play-off-Runde erreicht. Im ausklingenden Jahr hingegen fand die Finalrunde ohne Schweinsteiger und sein Team aus dem Bundesstaat Illinois statt.

Danach ließ Schweinsteiger, der mit 4,93 Millionen Euro Gehalt der Fire-Topverdiener ist, die Fortsetzung seiner Laufbahn längere Zeit offen. Zusammen mit seiner Frau Ana Ivanovic, der früheren Tennis-Weltranglistenersten, besprach der Bayer Zukunftspläne für die gesamte Familie, deren Mittelpunkt seit März sein Sohn ist.

Gemeinsam entschied sich das Paar für wenigstens noch ein Jahr in Chicago. „Diese amerikanische Reise ist etwas ganz Besonderes für meine Familie und mich“, schrieb Schweinsteiger am Mittwoch.

In München gratulierten die Bayern ihrer einstigen Galionsfigur, dem die Vereinsoberen beim Abschiedsspiel Ende August jederzeit offene Türen für eine Rückkehr an die Säbener Straße versprochen hatten, in den sozialen Netzwerken zur Verlängerung der Laufbahn: „Unser Fußball-Gott hat noch lange nicht genug. Wir freuen uns, Dich weiter auf dem Platz zu sehen.“

(SID)