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Der FSV Mainz 05 hat seinen verlorenen Sohn Zidan wieder

Mainz. Alte Liebe rostet nicht. Mohamed Zidan und Fußball-Bundesligist FSV Mainz 05 erfüllen diese Floskel mit Leben. Zum dritten Mal in seiner Karriere heuerte der 30-jährige Ägypter bei den Rheinhessen an. "Über eine Rückkehr musste ich nicht lange nachdenken. Ich habe einfach getan, was mein Herz mir sagt

Mainz. Alte Liebe rostet nicht. Mohamed Zidan und Fußball-Bundesligist FSV Mainz 05 erfüllen diese Floskel mit Leben. Zum dritten Mal in seiner Karriere heuerte der 30-jährige Ägypter bei den Rheinhessen an. "Über eine Rückkehr musste ich nicht lange nachdenken. Ich habe einfach getan, was mein Herz mir sagt. Jetzt bin ich sehr stolz und glücklich, wieder zu Hause zu sein", sagte Zidan gestern bei seiner Präsentation in Mainz.Nach der Saison 2005/2006 und der Rückrunde 2006/2007 sind beide Seiten überzeugt, dass es auch beim dritten Mal ein voller Erfolg wird. "Ich weiß, dass mich die Leute hier mit offenen Armen aufnehmen werden, denn hier hatte ich meine erfolgreichste Zeit", betonte Zidan, der einen Vertrag bis Saisonende mit Option bis 2014 unterzeichnete.

"Unsere Geduld hat sich ausgezahlt", sagte Manager Christian Heidel zufrieden. Kurz vor der Schließung der Transferperiode hatte der 48-Jährige den kleinen Ägypter noch bei Meister Borussia Dortmund loseisen können. Der geplatzte Wechsel von Zidans Dortmunder Sturmpartner Lucas Barrios nach England war letztendlich ausschlaggebend.

"Ich muss dem BVB ein Kompliment dafür machen, dass sie uns finanziell so entgegengekommen sind. Dieser Transfer wird unseren Verein nicht belasten", sagte Heidel. Kolportiert wird eine Ablösesumme von 250 000 Euro plus X, sollte Zidan seinen Vertrag im Sommer verlängern. "Diesmal bin ich gekommen, um zu bleiben. Selbst in der 2. Bundesliga. Ich werde meinem Sohn sagen, dass wir jetzt nach Hause ziehen", sagte der ägyptische Nationalspieler, der für die Rheinhessen bislang 22 Tore in 41 Ligaspielen erzielte.



Trainer Thomas Tuchel zweifelt nicht an der Fortsetzung der beeindruckenden Bilanz. "Wir versprechen uns von ihm Kreativität, Torgefahr und Effektivität", erklärte der Mainzer Trainer, der auf Zidans Eigenwilligkeit setzt. Aus dem 05-Kader der Saison 2006/2007 sind Zidan noch Nikolce Noveski, Christian Wetklo und Elkin Soto bekannt. "Mit unserer familiären Atmosphäre und unserem Publikum unterscheiden wir uns deutlich von anderen Vereinen. Wir haben daher eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, dass Mo seine Leistungskraft vollständig abruft", sagte Tuchel. Offen ließ Tuchel, ob Zidan schon im Auswärtsspiel am Samstag bei Schalke 04 zur Startelf zählt. dpa

Foto: Silz/dapd