| 22:32 Uhr

2. Fußball-Bundesliga
Der FCK kann keinen Boden gutmachen

Fürth. Fußball-Zweitligist 1. FC Kaiserslautern verliert bei der SpVgg Greuther Fürth mit 1:2. Am Samstag kommt St. Pauli.

Der Frust über die Niederlage im Kellerduell der 2. Fußball-Bundesliga saß beim 1. FC Kaiserslautern tief, doch die Hoffnung auf die Rettung im Abstiegskampf haben die Pfälzer noch nicht aufgegeben. „Es ist immer wieder ein Anrennen gegen diesen großen Rückstand, den wir schon halbiert haben. Wir werden uns schütteln und dranbleiben“, sagte FCK-Trainer Michael Frontzeck nach dem 1:2 (1:1) bei der SpVgg Greuther Fürth.

Mit 24 Punkten bleiben die Roten Teufel nach 26 Spielen Tabellenletzter. „Die Situation ist nicht einfach, aber das war sie in dieser Saison nie“, sagte Frontzeck. Aufgeben will der viermalige deutsche Meister nicht. Da die Konkurrenz im Abstiegskampf aber weiter punktet, müssen sich die Pfälzer zunehmend an den Glauben an ein Wunder klammern. Zumindest die Statistik macht Mut. Im Vorjahr stand Arminia Bielefeld zum gleichen Zeitpunkt ebenfalls mit 24 Zählern am Tabellenende und schaffte die Rettung. 2016 hatten nach dem 26. Spieltag sogar zwei Teams – 1860 München und Fortuna Düsseldorf – lediglich 24 Zähler auf dem Konto. Beide blieben am Ende drin.

In Fürth brachte sich der FCK durch eine Schlafeinlage in der Abwehr um einen Teilerfolg. Mario Maloca (73.) nutzte die ihm nach einem Eckball gewährte Freiheit und köpfte unbedrängt zum Sieg für Fürth ein. Zuvor hatte Osayamen Osawe (45.) die Führung der Hausherren durch Julian Green (17.) ausgeglichen. „Vom Gefühl her waren wir in der zweiten Halbzeit die bessere Mannschaft und hätten einen Punkt verdient gehabt“, sagte Lautern-Kapitän Christoph Moritz. Nach dem erneuten Rückstand konnten die Gäste vor 11 460 Zuschauern jedoch nicht noch einmal zurückschlagen. Der FCK muss nun am Samstag gegen den FC St. Pauli unbedingt punkten. „Da werden wir alles reinhauen“, versprach Frontzeck. Gegen seinen Ex-Club aus der Hansestadt (Saison 2012/13) erwartet er eine „Monster-Aufgabe“, verweist aber auch auf den 4:3-Sieg gegen Union Berlin als Reaktion auf die Niederlage in Aue (1:2). Für Trübsal, das machte der 53-Jährige seinen Spielern schon auf dem Rasen klar, bleibe keine Zeit. „Ganz im Gegenteil“, so Frontzeck. „Wir packen das Ding zusammen mit den Zuschauern an.“ Für diese hatte er auch in Fürth nur lobende Worte: „Unsere Fans haben uns unglaublich unterstützt.“



„Was die Woche für Woche abliefern, macht uns unheimlich glücklich“, sagte auch Torhüter Marius Müller.