| 23:43 Uhr

1. FC Kaiserslautern
Der FCK kämpft für ein Endspiel

Für den zuletzt meist überzeugenden Lauterer Leon Guwara (vorn) und seine Kollegen wartet an diesem Samstag mit dem FC St. Pauli eine schwere Aufgabe auf dem Betzenberg.
Für den zuletzt meist überzeugenden Lauterer Leon Guwara (vorn) und seine Kollegen wartet an diesem Samstag mit dem FC St. Pauli eine schwere Aufgabe auf dem Betzenberg. FOTO: Daniel Karmann / dpa
Kaiserslautern. Noch acht Spieltage bleiben Zweitligist 1. FC Kaiserslautern um den Abstieg zu vermeiden. Jetzt kommt St. Pauli.

(dpa/red) Acht Spiele bleiben dem 1. FC Kaiserslautern noch, um den Abstieg aus der 2. Fußball-Bundesliga abzuwenden. Vor dem Heimspiel gegen den FC St. Pauli (Samstag, 13 Uhr/Sky) stehen die Pfälzer wieder einmal mit dem Rücken zur Wand. Denn der Rückstand auf den Relegationsplatz beträgt sechs Punkte.

„Das dauerhafte Anlaufen gegen den Abstand ist mit das Schwierigste im Fußball. Das kostet uns enorm viel Kraft“, sagte Michael Frontzeck am Donnerstag. Denn obwohl die Lauterer unter ihrem neuen Trainer in den vergangenen sieben Spielen zwölf Punkte holten, konnte der Rückstand auf das rettende Ufer nicht merklich verkürzt werden. Das liegt auch an den Niederlagen gegen die Tabellennachbarn Erzgebirge Aue (1:2) und zuletzt Greuther Fürth (1:2). „Wir haben das Spiel in Fürth genauso gut weggesteckt wie die Niederlagen gegen Sandhausen und Aue“, versichert Frontzeck. „Rückschläge gehören zum Spiel dazu. Die Mannschaft ist bereit, alles auf dem Platz zu lassen. In unseren Siegen gab es Phasen, in denen die Partie hätte kippen können. Und auch die Niederlagen waren knapp.“

Noch immer will Michael Frontzeck von Endspielen nichts wissen: „Wenn wir am letzten Spieltag ein echtes Endspiel haben, dann hätten wir Außergewöhnliches erreicht.“



Um gegen die Hamburger bestehen zu können, bedarf es laut Frontzeck der „richtigen Balance zwischen Spielkontrolle und Offensive“. Die Kiez-Kicker kennt der 53-Jährige gut, von 2012 bis 2013 war er selbst für 40 Spiele deren Trainer. Der vorerst letzte Lauterer Heimerfolg gegen St. Pauli datiert aus dem Jahr 2013 – und kostete Frontzeck damals seinen Job am Millerntor. „Der Verein hat sich in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt. Sie sind schwer zu bespielen, verteidigen gut und zeigen ein schnelles Umschaltspiel“, sagte er.

Mit der Rückkehr des zuletzt gesperrten Rechtsverteidigers Benjamin Kessel bieten sich dem FCK wieder mehr personelle Optionen. Bis auf die schon länger verletzten Giuliano Modica, Mads Albaek (beide Trainingsrückstand), Daniel Halfar (Hüft-OP) und Kacper Przybylko (Reha) kann Frontzeck somit aus dem Vollen schöpfen. Bislang wurden bereits 26 500 Tickets für die Partie auf dem Betzenberg abgesetzt, der FCK rechnet gegen die Hamburger sogar mit 30 000 Besuchern. „Das wäre ein tolles Zeichen, wenn am Samstag so viele Fans da wären. Das hat sich die Mannschaft verdient“, freute sich Frontzeck.