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Tennis
Der Auftakt der Asse ist machbar

Angelique Kerber zeigt seit Jahresbeginn aufsteigende Form. In Sydney steht sie im Halbfinale.
Angelique Kerber zeigt seit Jahresbeginn aufsteigende Form. In Sydney steht sie im Halbfinale. FOTO: Dan Himbrechts / dpa
Melbourne. Die deutschen Tennisprofis freuen sich nach der Auslosung auf die Australian Open.

Die deutschen Topspieler haben für den Auftakt der Australian Open lösbare Aufgaben erwischt. Auf andere deutsche Hoffnungen warten beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres sogleich schwierige, aber auch reizvolle Duelle. Auch der 20-jährige Alexander Zverev steht auf dem angestrebten Weg in sein erstes Major-Viertelfinale möglicherweise früh vor kniffligen Prüfungen.

In seine Erstrundenpartie gegen den italienischen Außenseiter Thomas Fabbiano geht die Position vier der Setzliste zwar ebenso wie Julia Görges und Angelique Kerber bei den Damen als klarer Favorit. Schon in der dritten Runde könnte er jedoch auf Bruder Mischa Zverev treffen. Im Achtelfinale wäre die ehemalige Nummer eins Novak Djokovic aus Serbien ein möglicher Gegner. „Die Auslosung ist schon nicht ohne“, sagte Davis-Cup-Teamchef Michael Kohlmann: „Die erste Runde sollte mit Sicherheit keine große Hürde sein, aber danach ist der Weg schon relativ steinig. Er muss von Anfang an da sein.“

Die formstarke Angelique Kerber erhielt nach ihrem gestrigen Halbfinaleinzug in Sydney bei der Auslosung für die Australian Open zunächst eine deutsche Kontrahentin. Die Melbourne-Siegerin von 2016 tritt gegen die zuletzt lange verletzte Anna-Lena Friedsam an, die vor zwei Jahren das Achtelfinale erreicht hatte. Nach ihrem schwachen vergangenen Jahr weckt die 29-Jährige mit ihren Auftritten momentan Hoffnungen auf weitere Erfolge. Deutschlands derzeit beste Tennisspielerin Julia Görges beginnt den ersten sportlichen Saison-Höhepunkt als Favoritin gegen Sofia Kenin aus den USA.



Insgesamt stehen vor Abschluss der Qualifikation acht deutsche Herren sowie sieben Damen im Hauptfeld der Australian Open. „Die Auslosung ist für viele schwer“, sagte die Verantwortliche für das deutsche Damen-Tennis, Barbara Rittner. Schwierige Lose haben vor allem Tatjana Maria, Andrea Petkovic und Carina Witthöft bekommen. Maria steht der Russin Maria Scharapowa gegenüber, Petkovic misst sich mit der zweimaligen Wimbledonsiegerin Petra Kvitova aus Tschechien. Witthöft müsste für den Einzug in die zweite Runde gegen die an acht gesetzte Französin Caroline Garcia überraschen. Bei den Herren könnte Jan-Lennard Struff im Falle eines Auftaktsiegs gegen den Südkoreaner Kwon Soonwoo auf den Schweizer Roger Federer treffen.