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Radsport
Démare rast zum Etappensieg

Pau. Franzose siegt im Sprint. Degenkolb wird Siebter, Thomas fährt weiter in Gelb.

Die letzte Sprintetappe der diesjährigen Tour de France vor dem Finale am Sonntag in Paris hat sich Arnaud Démare nicht nehmen lassen. Der Franzose sicherte sich gestern im glühend heißen Pau den Tagessieg im Ziel der 18. Etappe im Massenspurt. „Das war verdammt schwierig heute, ich bin einfach nur glücklich, sagte der 26 Jahre alte FDJ-Kapitän, der sich nach 171 Kilometern vor seinem Landsmann Christophe Laporte durchsetzte, Dritter wurde Norwegens Europameister Alexander Kristoff.

John Degenkolb, der mit seinem zweiten Etappensieg nach seinem Triumph von Roubaix spekuliert hatte, musste sich mit Rang sieben zufrieden sein. Der Brite Geraint Thomas verteidigte sein Gelbes Trikot souverän. „Ich hatte heute keine Chance vorne mit reinzugehen. Es war ein total hektisches Finale, und wir haben uns irgendwie verloren“, ärgerte sich der Deutsche. Démare, der seinen ersten Tagessieg bei dieser 105. Tour feierte, profitierte vom stark ausgedünnten Feld der Sprinter-Elite um Marcel Kittel, André Greipel, Fernando Gaviria und Dylan Groenewegen, die schon früh die Segel streichen musste.

Nachdem die spektakuläre Mini-Etappe am Vortag die Hackordnung im Überflieger-Team Sky zugunsten von Thomas geklärt hatte, fuhr der Waliser den siebten Tag im Gelben Trikot. Sein Vorsprung vor der schweren, letzten Pyrenäen-Etappe heute und dem folgenden Einzelzeitfahren von Espelette beträgt weiterhin 1:59 Minuten auf Tom Dumoulin. Froome liegt mit 32 Sekunden Abstand zu dem Niederländer auf Rang drei.