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Eishockey
DEL-Playoffs: „Geil, zurück auf dem Eis zu sein“

Berlin. 17 Eishockey-Nationalspieler waren wieder im Kampf um die DEL-Playoffs aktiv.

Sogar im „Feindesland“ Iserlohn erntete Christian Ehrhoff tosenden Beifall, das Silber-Trio der Eisbären Berlin badete im heimischen Jubelmeer – doch der Alltag holte Deutschlands Eishockey-Helden schnell wieder ein: Nur 48 Stunden nach dem olympischen Party-Marathon von Pyeongchang heizten die deutschen Kufencracks am Mittwochabend wieder über das Eis, denn das Playoff-Rennen der Deutschen Eishockey Liga (DEL) wartet nicht. „Wir spielen ja gerne Eishockey, und es war geil, zurück auf dem Eis zu sein und Spaß zu haben“, sagte der Berliner Frank Hördler. Mit seinen Nationalmannschaftskollegen Marcel Noebels und Jonas Müller genoss Hördler zuerst die Ovationen der 14 500 Zuschauer in der ausverkauften Arena am Ostbahnhof. Danach rangen die Eisbären die Münchner im Spitzenspiel mit 3:2 nieder.

Nicht zuletzt, weil der Tabellenführer alle sieben Olympioniken schonte. Doch insgesamt standen 17 der 25 Silbermedaillengewinner der Winterspiele auf dem Eis. Die Münchner konnten es sich leisten, ihre Spieler zu schonen, denn sie sind genauso wie Berlin und der Zweite Nürnberg Ice Tigers bereits für die Playoffs qualifiziert.

Dahinter jedoch brodelt es. Der Kampf um die Meisterrunde ist im vollen Gange. Pausen für die Nationalspieler sind da nicht drin. Wie beispielsweise in Köln. Ehrhoff und Felix Schütz mussten bei der 1:3-Niederlage gegen die Iserlohn Roosters ran, aus dem Kölner Olympia-Dreigestirn fehlte Haie-Kapitän Moritz Müller erkrankt. Die Belastung war den Rheinländern anzumerken. „Wir hatten noch einige gute Chancen, aber insgesamt waren wir nicht gut genug“, sagte Ehrhoff.



Für Köln wird es eng im Ringen um die Viertelfinal-Tickets. Der achtmalige deutsche Meister ist mit 74 Zählern nur Siebter und steht einen Platz hinter den punktgleichen Grizzlys Wolfsburg, die am Mittwoch mit 1:4 gegen die Straubing Tigers verloren und den ersten direkten Playoff-Rang belegen. Iserlohn ist Achter und hat ebenfalls 74 Punkte. Insgesamt haben noch sechs Teams Chancen auf die direkte Teilnahme an der Meisterrunde. Die Entscheidung fällt am Wochenende: Heute Abend steht der 51. Spieltag an, am Sonntag die letzte Runde.