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Deutsches Eishockey vor Umbruch
Nach Sturm geht wohl auch Reindl vom DEL-Eis

Krefeld. Der Deutsche Eishockey-Bund steht nach dem Abgang seines erfolgreichsten Bundestrainers vor einem größeren Umbruch als gedacht. Nach Marco Sturm dürfte auch DEB-Präsident Franz Reindl den Verband bald verlassen. dpa

Damit würde das deutsche Eishockey die beiden prägendsten Köpfe des Aufschwungs nach der Silber-Sensation von Olympia verlieren. Beim Abschied von Bundestrainer Sturm beim Deutschland Cup in Krefeld ließ Reindl durchblicken, dass er sich eine Kandidatur um den Vorsitz beim Weltverband IIHF vorstellen kann.

Der Nachfolger des Schweizers Rene Fasél, der nicht mehr antritt, wird erst 2020 gewählt, doch Reindl müsste sich bald zur Kandidatur entscheiden. „Um eine Chance zu haben, muss man seinen Hut schon Anfang des nächsten Jahres, spätestens bis zur kommenden WM im Mai in den Ring schmeißen“, sagte Reindl, der deutlichen Rückhalt im Weltverband sieht: „Ja, den spüre ich. Das macht mich auch wirklich glücklich.“

Reindl krempelte den einst chronisch klammen und unprofessionell geführten Verband seit 2014 komplett um. Der 2015 von ihm überraschend zum Bundestrainer und Generalmanager gemachte Sturm führte Deutschland im Februar zu Olympia-Silber. Der Reformprozess im DEB soll nun weitergehen – unabhängig von Reindls Zukunft. Der Verband plant, wieder einen hauptamtlichen Generalsekretär einzusetzen, der dann als starker Entscheider agieren soll.