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Das erste Etappenziel ist erreicht

 Steffen Fäth war gegen Saudi Arabien mit sechs Treffern bester deutscher Werfer. Foto: murat/dpa
Steffen Fäth war gegen Saudi Arabien mit sechs Treffern bester deutscher Werfer. Foto: murat/dpa FOTO: murat/dpa
Rouen. Die deutschen Handballer stehen bei der WM vorzeitig im Achtelfinale. Gegen Saudi-Arabien reicht eine durchschnittliche Leistung zum dritten Sieg im dritten Gruppenspiel. sid

Bundestrainer Dagur Sigurdsson verschwand nach dem Einzug ins WM-Achtelfinale sofort in der Kabine, seine Spieler klatschten sich auf dem Feld nur kurz ab: Als die deutschen Handballer bei ihrer Tour de France das Etappenziel K.o.-Runde im Schongang erreicht hatten, blieb der große Jubel aus.

Den standesgemäßen 38:24 (21:13)-Pflichtsieg gegen Saudi-Arabien spielte der Europameister zwar locker heraus, doch der Außenseiter war kein echter Prüfstein für die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB). "Für die Zuschauer war es vielleicht etwas langweilig. Wir haben nicht immer die Konzentration behalten. Jetzt müssen wir wieder in den Wettkampfmodus finden", sagte Sigurdsson, der kurz vor dem Ende eine Schrecksekunde erlebte.

Torhüter Andreas Wolff verletzte sich bei einem Sturz und musste vom Feld. "Er hat mir ein positives Feedback gegeben", sagte Sigurdsson. Wenig später gab der DHB auch offiziell Entwarnung. Sein Einsatz gegen Weißrussland sei trotz einer Prellung des Gesäßmuskels nicht in Gefahr.



In den beiden noch ausstehenden Vorrundenspielen heute gegen Weißrussland und am Freitag (beide 17.45 Uhr/handball.dkb.de) gegen das punktgleiche Kroatien geht es für den Olympia-Dritten darum, die Tabellenführung in der Gruppe C zu zementieren und sich die beste Ausgangsposition für die am Wochenende beginnende K.o.-Phase zu verschaffen.

"Wir haben große Ziele, die wollen wir erreichen. Es ist schön, dass wir den ersten Schritt gemacht haben. Jetzt wollen wir die anderen beiden Spiele auch noch gewinnen. Wir fühlen uns alle gut", sagte Steffen Fäth, der mit sechs Toren bei sechs Versuchen bester Werfer der DHB-Auswahl in Rouen war.

Zufrieden zeigte sich auch Bob Hanning, auch wenn der DHB-Vizepräsident noch einen Kritikpunkt fand. "Mit dem Einzug ins Achtelfinale haben wir unser erstes Etappenziel erreicht. Wichtig war heute, dass alle gespielt haben und im Rhythmus sind. Um in den wichtigen Spielen erfolgreich zu sein, müssen wir uns aber im Abschluss steigern", sagte Hanning angesichts einiger leichtfertig vergebener Chancen. "Wir haben unsere Pflicht erfüllt", befand hingegen Rechtsaußen Patrick Groetzki.