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Dahlmeier in Gelb nach Pokljuka

 Laura Dahlmeier hat „sehr positive Erinnerungen an Pokljuka“, wo sie im vergangenen Jahr das Jagdrennen gewonnen hat. Foto: schmidt/dpa
Laura Dahlmeier hat „sehr positive Erinnerungen an Pokljuka“, wo sie im vergangenen Jahr das Jagdrennen gewonnen hat. Foto: schmidt/dpa FOTO: schmidt/dpa
Pokljuka. Laura Dahlmeier erstrahlt auch zum Auftakt des Weltcups in Pokljuka in Gelb. Während Deutschlands beste Biathletin die Gesamtführung verteidigen will, hoffen die Männer auf den nächsten Schritt nach vorne. sid

Mit dem größtmöglichen Coup will sich Laura Dahlmeier aktuell zwar (noch) nicht beschäftigen, die praktischen Vorzüge der Gesamtweltcup-Führung nimmt Deutschlands beste Biathletin aber dankend an. "Es ist richtig schön, dass ich in der Tüte mit den Startnummern nicht suchen muss", sagt die 23-Jährige über ihre Ausnahmesituation vor den Rennen : "Denn ich sehe ja sofort, dass das Gelbe Trikot meines ist." Heute kommt Dahlmeier beim zweiten Weltcup des WM-Winters im slowenischen Pokljuka vor dem Sprint (14.15 Uhr/ZDF und Eurosport) definitiv noch in diesen besonderen Genuss. Und es ist gar nicht mal so unwahrscheinlich, dass die Bayerin auch am Tag danach in der Verfolgung das begehrteste aller Leibchen tragen wird.

Komfortable 25 Punkte beträgt Dahlmeiers Vorsprung in der Gesamtwertung nach drei Einzelrennen. Durch die Plätze eins, zwei und vier in Östersund liegt die Deutsche (157 Punkte) vor Gabriela Koukalova (132) aus Tschechien und Marie Dorin Habert (118) aus Frankreich.

"Ich glaube nicht, dass die Führung in irgendeiner Weise zusätzlichen Druck ausübt", sagte Frauen-Coach Gerald Hönig. Und auch Dahlmeier konnten nicht einmal ein paar Probleme beim Transport des Gewehres aus der Ruhe bringen: "Ich muss nur nochmal schauen, dass da wirklich nichts mit der Waffe passiert ist", sagte Dahlmeier.



Sollte das der Fall sein, spricht einiges für die Fortsetzung des Wintermärchens - schließlich zählt Pokljuka zu Dahlmeiers liebsten Weltcup-Orten. "Ich freue mich auf mehr Tageslicht als in Schweden. Außerdem habe ich sehr positive Erinnerungen an Pokljuka ", sagte Dahlmeier auch mit Blick auf die Rennen in der vergangenen Saison. Damals war sie im Sprint über 7,5 Kilometer erst auf den zweiten Platz und im Jagdrennen zum Sieg gestürmt.

Auf gute Wettkämpfe hoffen auch die deutschen Männer , deren vermeintlich bestes Teammitglied in Östersund nur einmal unter die Top Zehn gelaufen war. Dass sich Simon Schempp aber von Rennen zu Rennen (Plätze 49, 21 und 9) steigerte, dürfte Mut machen. "Simon merkt selbst ja auch, dass er die beiden Teildisziplinen Laufen und Schießen wieder besser zusammenfügt", sagte Männer-Bundestrainer Mark Kirchner.