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Contador hat „Giro in der Tasche“ und denkt jetzt nur an die Tour

Mailand. Radprofi Alberto Contador (32) hat den 98. Giro d'Italia gewonnen. Der Spanier trug gestern das Rosa Trikot des Spitzenreiters ins Ziel nach Mailand und feierte seinen zweiten Gesamtsieg bei der Italien-Rundfahrt nach 2008. Der Profi vom Tinkoff-Saxo-Team schloss damit den ersten Teil seines geplanten Doppelsiegs beim Giro und der Tour de France erfolgreich ab. sid

"Den Giro habe ich in der Tasche, ich denke schon an mein nächstes Ziel", sagte er. Weder Stürze, noch die Angriffe seiner Konkurrenten konnten den 32-Jährigen aufhalten. "Die Rundfahrt war sehr, sehr fordernd. Ich wusste, dass ich viel Energie in den Giro stecken müsste", sagte Contador, der ohne Etappenerfolg blieb.

Auf der 178 Kilometer langen Schlussetappe des Giro von Turin nach Mailand geriet Contadors Triumph nicht mehr in Gefahr. Den Tagessieg sicherte sich der Belgier Iljo Keisse, Roger Kluge fuhr auf den dritten Rang.

Bei der Tour (4. bis 26. Juli) wird es Contador, dessen Sieg bei der Corsa Rosa 2011 wegen Dopings aberkannt worden war, deutlich schwerer haben. Beim Saisonhöhepunkt in Frankreich trifft er auf ausgeruhte Gegner wie Titelverteidiger Vincenzo Nibali (Astana), Chris Froome (Sky) oder Nairo Quintana (Movistar), die auf den Giro mit Blick auf die Tour verzichtet haben. Für den Höhepunkt aus deutscher Sicht sorgte Sprinter André Greipel mit dem Sieg auf der sechsten Etappe.