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Fußball-Champions-League
Leicht und locker 3:0 gegen Celtic

Der Spaß am Fußball ist bei den Bayern zurück: Arjen Robben (von links), Torschütze Mats Hummels und Thomas Müller jubeln über das 3:0 gegen Celtic Glasgow.
Der Spaß am Fußball ist bei den Bayern zurück: Arjen Robben (von links), Torschütze Mats Hummels und Thomas Müller jubeln über das 3:0 gegen Celtic Glasgow. FOTO: Andreas Gebert / dpa
München. Zum ersten Mal seit dem 25. Mai 2013 sitzt Jupp Heynckes wieder bei einem Champions-League-Spiel auf der Trainerbank. Und drei Wochen nach dem 0:3 in Paris ist plötzlich die Spielfreude zurück beim FC Bayern München.

(dpa) Jupp Heynckes hat den FC Bayern München auch auf der internationalen Fußball-Bühne gleich wieder auf Erfolgskurs gebracht. 1607 Tage nach dem Finaltriumph in London gegen Borussia Dortmund feierte der 72 Jahre alte Triple-Trainer bei seinem Champions-League-Comeback ein dominantes 3:0 (2:0) gegen Celtic Glasgow. Die 72 000 Zuschauer in der ausverkauften Münchner Arena bejubelten gestern Abend die Tore von Thomas Müller (17. Minute), des bärenstarken Joshua Kimmich (29.) und von Mats Hummels (51.).

Drei Wochen nach dem desaströsen 0:3 gegen Paris Saint-Germain erfreuten sich die Fans an den ersten fruchtbaren Ergebnissen der Arbeit von Heynckes: Die Bayern-Profis haben wieder Spaß am Fußball. Es steht wieder ein organisiertes, spielfreudiges Team auf dem Platz. Und in zwei Wochen könnte im Idealfall der Achtelfinaleinzug beim Rückspiel in Schottland frühzeitig perfekt gemacht werden.

„Wir wollen dem Spiel unseren Stempel aufdrücken und unbedingt gewinnen“, sagte Sportdirektor Hasan Salihamidzic unmittelbar vor dem Duell mit dem schottischen Serienmeister und maß der Partie „große Bedeutung“ bei. Dies zeigte sich schon bei der Aufstellung als erste erkennbare Maßnahme des neuen Trainers.



Heynckes stoppte die unter Vorgänger Carlo Ancelotti übliche Rotation und versuchte, dem Team Sicherheit und Stabilität zu verleihen. Lediglich Sebastian Rudy rückte für den verletzten Javi Martínez im Vergleich zum 5:0 in der Bundesliga gegen Freiburg neu in die Startelf. Und nach nur sechs Minuten jubelten die Bayern-Fans das erste Mal – allerdings zu früh. Bei Robert Lewandowskis Hereingabe von der rechten Seite auf Thiago, der ins Tor traf, soll der Ball die Torauslinie überschritten haben. Wenig später wurde das dominante Auftreten der Bayern belohnt. Nach Kimmichs präziser Flanke konnte Celtic-Schlussmann Craig Gordon den Kopfball von Lewandowski zwar noch reaktionsschnell abwehren, doch gegen Müllers Abstauber aus kurzer Distanz bei dessen 40. Champions-League-Tor war der ansonsten starke Torwart machtlos.

„Die Einstellung hat gepasst, wir waren nach dem Spiel gegen Freiburg motiviert. Wir wollten den Schwung mitnehmen“, sagte Müller: „Das war ein ganz wichtiger Dreier. In der zweiten Halbzeit hätten wir noch mehr Chancen herausspielen müssen. Ich hoffe, das war ein Aufgalopp für die kommenden Wochen.“ Und Arjen Robben ergänzte: „Das ist wieder ein Schritt. Wir wollen uns verbessern. Es kann noch nicht alles perfekt sein, aber zumindest sind wir auf einem guten Weg.“

Kontrolliert und konzentriert verrichtete der deutsche Rekordmeister seine Arbeit. Nach Flanke von Coman traf der 1,76 Meter große Kimmich – es war sein fünftes Champions-League-Tor und das dritte mit dem Kopf. Beispielhaft für das Miteinander stand Arjen Robben, der in seinem 100. Königsklassen-Spiel mehrfach für Ballgewinne in der eigenen Hälfte Szenenapplaus erhielt. In der zweiten Hälfte glänzte der Niederländer dann als Vorlagengeber beim 3:0. Seinen Eckball köpfte Hummels zu seinem ersten Europapokal-Tor für die Bayern ein.