| 23:18 Uhr

Fußball
Bittere 1:3-Niederlage für RB Leipzig in Porto

Porto. Der deutsche Vizemeister verliert Gruppenplatz zwei an die Portugiesen und verliert auch noch den direkten Vergleich.

() Nicht einmal das Tor-Comeback von Nationalstürmer Timo Werner hat RB Leipzig vor der zweiten Auswärtsniederlage im zweiten Auswärtsspiel der Champions League bewahrt. Der deutsche Fußball-Vizemeister muss nach dem unnötigen 1:3 (0:1) gestern Abend beim FC Porto schwer ums Weiterkommen zittern. Kapitän Hector Herrera (13.), Danilo (61.) und Maxi Pereirea (90.+3) erzielten vor 41 616 Zuschauern die für die Portugiesen so wichtigen Tore. Nur 138 Sekunden nach seiner Einwechslung hatte Werner in der 48. Minute zum zwischenzeitlichen Ausgleich getroffen und seinen ersten Treffer in der Königsklasse erzielt.

Zwei Wochen nach dem 3:2-Heimerfolg gegen den 27-maligen portugiesischen Meister rutschten die Sachsen wieder vom zweiten Platz in der Gruppe G ab und haben nun auch den direkten Vergleich mit Porto verloren. Selbst Rang drei ist in Gefahr für die Mannschaft von Trainer Ralph Hasenhüttl: Die AS Monaco, bei der die Leipziger in knapp drei Wochen antreten, hat nach einem 1:1 bei Spitzenreiter Besiktas Istanbul nur noch zwei Punkte Rückstand auf RB.

Für Leipzig setzte sich damit trotz teilweise überzeugender Leistung der Ergebnis-Negativtrend fort: Aus im Pokal, Rückstand im Meisterkampf und nun das große Zittern in der Champions League. Dabei sollte vier Tage nach der Bundesliga-Niederlage in München endlich wieder ein Erfolgserlebnis her. „Es ist schon wichtig, heute etwas mitzunehmen. Ein Punkt, dann haben wir alles in eigenen Händen“, wünschte sich RB-Sportdirektor Ralf Rangnick kurz vor dem Anpfiff im ZDF.



Die Sachsen begannen wie vor zwei Wochen beim Heimerfolg ohne Nationalstürmer Werner. Hasenhüttl vertraute bis auf eine Ausnahme der Mannschaft, die Leipzigs ersten internationalen Pflichtspiel-Sieg eingeleitet hatte. Nur, dass diesmal die Portugiesen früh in Führung ging. Nach einem Eckball konnte die Leipziger Abwehr nicht klären, Kapitän Willi Orban und Emil Forsberg konnten die Vorlage auf Portos Spielführer Herrera nicht verhindern. Leipzig versucht am Ende zwar alles, in der Nachspielzeit fiel dann sogar noch das dritte Tor für Porto.