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Cavendish kontert, Klassenlehrerin meldet sich bei Greipel

Lavaur. André Greipel hat den Doppelschlag um Haaresbreite verpasst, stattdessen nahm Rivale Mark Cavendish Revanche für die Niederlage am Vortag. Der britische Sprintkönig meldete sich mit dem Sieg bei der elften Etappe der Tour de France über 167,5 Kilometer von Blaye-les-Mines nach Lavaur zurück. Er gewann mit einer Radlänge vor Greipel und Tyler Farrar (USA)

Lavaur. André Greipel hat den Doppelschlag um Haaresbreite verpasst, stattdessen nahm Rivale Mark Cavendish Revanche für die Niederlage am Vortag. Der britische Sprintkönig meldete sich mit dem Sieg bei der elften Etappe der Tour de France über 167,5 Kilometer von Blaye-les-Mines nach Lavaur zurück. Er gewann mit einer Radlänge vor Greipel und Tyler Farrar (USA).Im Kampf um das Gelbe Trikot gönnten sich die Favoriten einen Tag vor der ersten schweren Bergetappe eine Verschnaufpause. So wird Thomas Voeckler heute am Nationalfeiertag zur Freude seiner französischen Landsleute im Gelben Trikot an den Start gehen. Der Elsässer liegt weiterhin 1:49 Minuten vor dem Spanier Luis Leon Sanchez. Bester Deutscher bleibt Tony Martin 2:38 Minuten zurück als Sechster. Im Duell der Topfavoriten geht der Luxemburger Andy Schleck mit einem Vorsprung von 1:30 Minuten auf den Spanier Alberto Contador in die Pyrenäen.

In Lavaur waren vor den Bergetappen noch einmal die Sprinter am Zug. Cavendish war im Duell der besten Sprinter das Maß aller Dinge und holte bei der diesjährigen Tour seinen dritten Erfolg. Greipel hatte sich wieder an das Hinterrad des Briten gehängt, doch diesmal kam er nicht an ihm vorbei. Am Dienstag hatte er Cavendish auf Rang zwei verwiesen und für den ersten deutschen Etappensieg seit 2009 gesorgt. Dementsprechend hatte der gebürtige Rostocker alle Hände voll zu tun. Unzählige Anrufe, SMS und E-Mails hatte er erhalten. "Sogar meine alte Klassenlehrerin hat sich gemeldet", sagte Greipel ein bisschen stolz.

Seit seinem Wechsel von Cavendishs HTC-Team nach Belgien hat Greipel einen Wandel vollzogen: "Im Finale darfst du kein Teddybär sein, da musst du ein Grizzly sein. André ist jetzt deutlich aggressiver", sagt sein Teamchef Marc Sergeant. dapd