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Fußball-Bundesliga
BVB hält dem Druck stand und Bayern auf Distanz

 Daumen hoch: Axel Witsel schoss den BVB in Leipzig zum Sieg.
Daumen hoch: Axel Witsel schoss den BVB in Leipzig zum Sieg. FOTO: dpa / Hendrik Schmidt
Leipzig. Dortmund liegt dank des 1:0-Sieges bei RB Leipzig weiter auf Titelkurs. Der Belgier Axel Witsel ragte im Topspiel heraus.

Der Druck war nach dem Bayern-Sieg in Hoffenheim (3:1) brutal, die Sorge im Sturm durch den Ausfall von Marco Reus groß – dennoch ließ sich Borussia Dortmund nicht unterkriegen. Der Spitzenreiter der Fußball-Bundesliga trat beim 1:0 (1:0) bei RB Leipzig dank Torhüter Roman Bürki und Torschütze Axel Witsel enorm abgezockt auf und stellte den alten Sechs-Punkte-Vorsprung zu den Bayern im Stil eines echten Champions wieder her.

„Wir sind extrem zufrieden, das war ein schweres Spiel“, sagte BVB-Trainer Lucien Favre und atmete nach dem Abpfiff tief durch. Immerhin hatte seine Mannschaft dem Champions-League-Aspiranten RB Leipzig die erste Heimniederlage in der laufenden Saison beigebracht. „Es war ein offenes Spiel. Wir haben das Tor gemacht, deshalb war der Sieg verdient“, meinte Bürki, der die Leipziger Offensivkräfte um Timo Werner verzweifeln ließ.

Überragender Akteur auf dem Feld war BVB-Mittelfeldstratege Witsel. Der Belgier übernahm nach dem Ausfall von Reus die Führungsrolle und glänzte sowohl als Abräumer als auch als Spielmacher. Beeindruckend auch sein Treffer zum 1:0 (19.): Nach einer Ecke donnerte der 30-Jährige den Ball unter die Querlatte. „Ein schönes und wichtiges Tor. Ich freue mich sehr, dass wir so in die Rückrunde gestartet sind“, sagte Witsel. „Ein echter Stratege, wie man ihn sich wünscht, Axel lenkt das Spiel herausragend“, lobte BVB-Manager Michael Zorc.



Durch den Sieg setzte der Herbstmeister im Duell mit den Bayern ein Zeichen, reagierte aber auf das Jagdgebrüll aus München auffallend zurückhaltend. „Mir ist völlig egal, was die sagen. Wir denken nur an uns, an unser Spiel“, meinte Witsel. „Wir orientieren uns nicht permanent an den Bayern, sondern wollen unser eigenes Rennen fahren“, sagte Zorc.

Trotz aller Qualität im Kader wünschte sich BVB-Trainer Favre den angeschlagenen Reus schnell wieder zurück. „Ich hoffe, er kann in der nächsten Woche wieder mit der Mannschaft trainieren“, sagte der Schweizer. Laut Zorc hat sich der 29-Jährige eine leichte Bänderdehnung zugezogen und soll spätestens in zwei Wochen wieder einsatzbereit sein. Wie gut aber der BVB verletzte Spieler ersetzen kann, zeigte die Personalie Julian Weigl. Der Ex-Nationalspieler, der „sein ganzes Leben im Mittelfeld gespielt hat“ (O-Ton Zorc), musste in der Innenverteidigung aushelfen, machte seinen Job erstaunlich gut – und wird nicht wechseln. „Er bleibt auf jeden Fall bis zum Saisonende bei uns“, machte Zorc klar.

Kleinlaut waren die Leipziger, obwohl das Team Vierter blieb. Obwohl Trainer Ralf Rangnick vor der Partie noch gemeint hatte, man habe Siegchancen, fand der Taktik-Tüftler gegen Favre kein Mittel. Trotzdem war er zufrieden: „Wenn wir so weiterspielen, werden wir einen Platz unter den ersten Vier erreichen.“