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BVB gegen Klopp stellt alles in Schatten

 Jürgen Klopp (li.) trifft mit Liver pool auf Thomas Tuchels Dortmunder. Foto: von Erichsen/dpa
Jürgen Klopp (li.) trifft mit Liver pool auf Thomas Tuchels Dortmunder. Foto: von Erichsen/dpa FOTO: von Erichsen/dpa
Nyon. Ein deutsches Duell bleibt den Fans im Champions-League-Viertelfinale erspart. Den Hammer gibt's dafür in der Europa League: Borussia Dortmund trifft auf seinen ehemaligen Trainer Jürgen Klopp und den FC Liverpool. Agentur

Das Glückslos Benfica Lissabon entzückt den FC Bayern, aber auch der VfL Wolfsburg nimmt die Gigantenprüfung gegen Real Madrid dankbar an. Die Auslosung der Viertelfinalspiele in der Champions League wurde am Freitag aus deutscher Sicht aber noch getoppt: In der kleineren Europa League kommt es im Kampf ums Halbfinale zum brisanten Wiedersehen von Borussia Dortmund mit Ex-Trainer Jürgen Klopp . "Für alle Fußballfans ist das ein Traumlos, für uns ist das sportlich eine Riesenherausforderung", sagte BVB-Trainer Thomas Tuchel zum Duell mit dem FC Liverpool .

Beim Hinspiel am 7. April in Dortmund sind große Emotionen programmiert. "Jetzt kommt Jürgen Klopp mit Liverpool nach Hause, das wird für ihn sicher etwas ganz Besonderes", sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke : "Wir waren uns ohnehin sicher, dass wir irgendwann in diesem Wettbewerb auf die Reds treffen würden." Vom "nächsten Hammer" nach dem FC Porto und Tottenham Hotspur sprach Sportdirektor Michael Zorc . Klopp zeigte sich "glücklich" und sagte: "Zwei der größten Clubs der Welt treffen in der Europa League aufeinander." Er freue sich darauf, "den Jungs dieses wundervolle Stadion und diese großartige Stadt zu zeigen." Die BVB-Profis wissen, dass die Spiele gegen ihren ehemaligen Chef außergewöhnlich werden. "Keine Frage: Das ist für uns ein besonderes Los", sagte Kapitän Mats Hummels .

Ein breites Grinsen hatte auch Wolfsburgs Manager Klaus Allofs bei der Loszeremonie im schweizerischen Nyon im Gesicht. "Real ist einer der größten Namen im Weltfußball - das werden zwei absolute Höhepunkt-Spiele für uns und unsere Fans", schwärmte Allofs: "Da passt alles." Das Beste aus deutscher Sicht war aber: Ein Königsklassenduell Bayern gegen Wolfsburg gibt es nicht.

In München wurde richtig gejubelt, aber öffentlich nicht zu vorlaut. "Wir sollten nicht den Fehler machen, eine Mannschaft, die sich für das Viertelfinale der Champions League qualifiziert hat, zu unterschätzen. Das werden zwei anspruchsvolle Spiele", erklärte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge . Trotzdem ist die erneute Halbfinal-Teilnahme für die Münchner nun Pflicht. "Diese Prüfung haben wir zu bestehen", sagte Sportvorstand Matthias Sammer . Die Erleichterung war groß, dass die ganz großen Kaliber wie Titelverteidiger FC Barcelona und Real Madrid vermieden wurden. Und Trainer Pep Guardiola blieb ein Duell mit seinem künftigen Verein Manchester City vorerst erspart.