| 23:00 Uhr

Nach spätem Sieg gegen den AS Rom
Gladbach schöpft wieder Hoffnung

Mönchengladbach. Später Sieg in der Europa League gegen AS Rom. Frankfurt und Wolfsburg verlieren. sid

Frenetischer Jubel bei Borussia Mönchengladbach über einen wichtigen Sieg in letzter Minute. Der Bundesliga-Spitzenreiter gewann am Donnerstagabend dank eines späten Kopfballtreffers von Marcus Thuram (90.+4) mit 2:1 (1:0) gegen den italienischen Topclub AS Rom und holte damit wichtige Punkte für die Mission Zwischenrunde in der Europa League. „Es ist super, solch einen Spieler vorne drin zu haben“, lobte Gladbachs Torhüter Yann Sommer Thurams neuerlichen Beweis für seine Knipser-Qualitäten.

Die Mannschaft von Trainer Marco Rose darf nach dem ersten Sieg in der Gruppe J mehr denn je vom Einzug in die K.o.-Runde träumen. Die Gladbacher liegen mit fünf Zählern auf Platz zwei, punktgleich vor den Römern und knapp hinter Istanbul Basaksehir (7.). Die in der Liga zuletzt so starken Fohlen durften durch ein Eigentor von Federico Fazio (35.) erstmals jubeln. Doch Fazio machte seinen Fehler mit dem zwischenzeitlichen Ausgleich (64.) wieder gut, ehe Thuram spät traf.

Ärger gab es dagegen bei Eintracht Frankfurt und dem VfL Wolfsburg über verpasste Chancen. Frankfurt erlebte wegen einer Uefa-Sperre ohne Fan-Unterstützung beim 1:2 (0:0) bei Standard Lüttich eine unglückliche Niederlage in letzter Minute – und muss um die K.o.-Runde bangen. Die Frankfurter sind in der Gruppe F nur noch Dritter hinter den nunmehr punktgleichen Belgiern. Die Hessen verpassten dabei das vorzeitige Weiterkommen. Maxime Lestienne (90.+4) traf mit dem Schlusspfiff zum Sieg für die Belgier, zuvor hatte Filip Kostic (65.) die Lüttich-Führung durch Zinho Vanheusden (56.) ausgeglichen. Schiedsrichter Matej Jug aus Slowenien trug dabei zur Niederlage bei. In der 69. Minute stürmte Sebastian Rode auf das Lütticher Tor zu, der bereits verwarnte Konstantinos Laifis brachte ihn von hinten zu Fall. Doch zur Verwunderung aller sah dessen Teamkollege Gojko Cimirot Gelb, Laifis durfte weiterspielen.



Bei den Wolfsburgern verschärfte sich indes die Formkrise. Nach einer über weite Strecken schwachen Leistung verlor die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner gegen KAA Gent mit 1:3 (1:0) und verpasste vor 11 620 enttäuschten Zuschauern auf dem Weg in die Zwischenrunde die erhoffte Vorentscheidung.