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Boll gegen die besten Chinesen

Berlin. Trotz einer Erkältung brennt Timo Boll auf den Schlagabtausch mit Chinas Tischtennis-Assen. Der Ausnahmespieler ist bei den hochkarätig besetzten German Open von heute an bis Sonntag in Berlin als Titelverteidiger hinter drei Chinesen an Nummer vier gesetzt, konnte aber zuletzt im Training nicht richtig Gas geben

Berlin. Trotz einer Erkältung brennt Timo Boll auf den Schlagabtausch mit Chinas Tischtennis-Assen. Der Ausnahmespieler ist bei den hochkarätig besetzten German Open von heute an bis Sonntag in Berlin als Titelverteidiger hinter drei Chinesen an Nummer vier gesetzt, konnte aber zuletzt im Training nicht richtig Gas geben. "Wenn es keinen Rückschlag gibt, spiele ich", versprach Boll gestern. Wegen einer Zahnoperation musste der 29-Jährige im Februar bei den Pro-Tour-Turnieren in Katar und Kuwait passen und konnte nicht gegen die dominierenden Spieler aus dem Reich der Mitte antreten. "Deshalb möchte ich mich unbedingt in Berlin mal wieder mit den besten Chinesen messen. Jedes Spiel gegen einen von ihnen bringt mich weiter", sagte der zehnfache Europameister. Den Doppel-Wettbewerb in Berlin hat er abgesagt, um sich auf das Einzel zu konzentrieren. Boll befindet sich bei der mit rund 126 000 Euro dotierten "Mini-WM" in der Max-Schmeling-Halle in der ungewohnten Rolle des Jägers. Weltmeister Wang Hao und der Weltranglisten-Erste Ma Long sind die Top-Favoriten. "Für uns sind die German Open die wichtigste Durchgangsstation auf dem Weg zur Team-Weltmeisterschaft im Mai in Moskau. Ich erhoffe mir wichtige Aufschlüsse, wo man noch etwas anschieben muss", erklärte Herren-Bundestrainer Richard Prause. dpa