| 00:00 Uhr

Biedermann schwimmt sich mit Weltjahresbestzeit frei

Berlin. Euphorisiert wie andere Schwimmer war Paul Biedermann trotz seiner Weltjahresbestzeit noch nicht. Doch eine „Riesenerleichterung“ nimmt er mit in Richtung WM. Auch die Zweibrückerin Marlene Hüther überzeugte. sid/red

Mit einem phänomenalen Schlussakt hat Weltrekordler Paul Biedermann bei der Schwimm-DM in Berlin alle Zweifel an seiner Form beseitigt. Einen Tag nach seinem wenig überzeugenden Erfolg über 100 Meter Freistil schwamm sich der 28-Jährige über die doppelte Distanz mit seinem Start-Ziel-Sieg in Weltjahresbestzeit von 1:45,60 Minuten frei. Die Hoffnung auf eine WM-Medaille in vier Monaten in Kasan sind gestiegen.

"Das Rennen war voll gut, das hat viel Spaß gemacht", sagte Biedermann. Mit der 200-Meter-Siegerzeit hätte er bei der Heim-EM im vergangenen Sommer statt Silber die Goldmedaille gewonnen. Bundestrainer Henning Lambertz schwärmte über die "fantastische Leistung".

Wenig später sorgte auch der lange Zeit ebenfalls schwächelnde Vize-Weltmeister Marco Koch mit seinem Triumph über 200 Meter Brust (2:09,72 Minuten) und Rang drei in der Weltrangliste für Erleichterung.

Auch die Athleten des Saarländischen Schwimm-Bundes (SSB) mit Marlene Hüther von den Wassersportfreunden Zweibrücken (Wsf), hätten sich nicht besser präsentieren können. Jetzt, wo es zählt, wo man sich - die Olympischen Spiele 2016 im Hinterkopf - für den letzten großen internationalen Test qualifizieren will, sollte alles wie am Schnürchen laufen. Nach dem Sieg der 4x200 Meter-Freistilstaffel der SSB-Frauen um Hüther, Annika Bruhn, Antonia Massone und Sarah Bosslet in deutschen Rekord (8:07,89 Minuten) sicherte sich Bruhn am Samstag in Berlin den Titel über die 100 Meter Freistil (54,87 Sekunden) und knackte mühelos die Norm für die WM (55,57). Gestern legte sie nach und siegte über die 200 Meter Freistil in 1:58,55 Minuten. Auch hier war die WM-Norm von 1:59,86 Minuten kein Problem. Die unterbot auch die Drittplatzierte Marlene Hüther in 1:59,14 Minuten. Es war die zweite Bronzemedaille für das 17 Jahre alte Talent nach den 200 Meter Lagen.