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Biathleten wollen eine Steigerung

Hochfilzen. Nach dem holprigen Start in den Olympia-Winter ohne Einzelpodest wollen die deutschen Biathleten bei der zweiten Weltcup-Station im österreichischen Hochfilzen endlich aufs Treppchen. Vor allem die sechsfache Weltmeisterin Magdalena Neuner ist nach der krankheitsbedingten Absage in Östersund heiß auf ihren Saisonstart an diesem Wochenende

Hochfilzen. Nach dem holprigen Start in den Olympia-Winter ohne Einzelpodest wollen die deutschen Biathleten bei der zweiten Weltcup-Station im österreichischen Hochfilzen endlich aufs Treppchen. Vor allem die sechsfache Weltmeisterin Magdalena Neuner ist nach der krankheitsbedingten Absage in Östersund heiß auf ihren Saisonstart an diesem Wochenende. "I am back - ich bin zurück", sagte die Wallgauerin gestern schmunzelnd, nachdem sie im Regen von Hochfilzen ihre Runden gedreht hatte. "Das Training ging schon wieder ganz gut und wurde die letzten Tage immer besser." Am liebsten würde die 22-Jährige die Norm für die Olympischen Winterspiele in Vancouver bereits an diesem Wochenende erfüllen. Dafür wären beim Sprint am Freitag (11.15 Uhr/ARD und Eurosport) oder in der Verfolgung am Samstag (14.15 Uhr) ein Platz unter den besten Acht oder zwei Top-15-Platzierungen notwendig. Damen-Bundestrainer Uwe Müssiggang warnte jedoch davor, zu viel von Neuner zu erwarten. "Sie wird hier sicher keine Bäume ausreißen", prognostizierte Müssiggang, der einen Staffel-Start des Biathlon-Stars noch offen ließ. Während Neuner das Olympia-Ticket noch buchen muss, hat Kati Wilhelm die Kriterien dank ihres sechsten Platzes über 7,5 Kilometer in Östersund schon erfüllt. Dennoch erhofft sich auch die dreifache Olympiasiegerin einen weiteren Formanstieg. "Ich würde in Hochfilzen gerne mal in einem Einzelrennen auf dem Siegerpodest stehen", sagte die 33-Jährige, die als Schlussläuferin der Staffel am vergangenen Sonntag immerhin für den ersten deutschen Sieg sorgte. Neben Wilhelm (Zella-Mehlis) und Neuner (Wallgau) gehören Tina Bachmann (Schmiedeberg), Martina Beck (Mittenwald), Juliane Döll (Oberhof), Simone Hauswald (Gosheim) und Andrea Henkel (Großbreitenbach) zum deutschen Aufgebot. dpa