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Beide wollen Wiedergutmachung

Mainz. Die Bilder gleichen sich: Mit Mainz und Mönchengladbach sind zwei Verlierer des Rückrunden-Auftakts am heutigen Freitagabend unter sich. „Jetzt müssen wir aber“ lautet das Motto beider Mannschaften. Dpa-Mitarbeiterdetlef Rehling

Mit einem "befreiten" Yunus Malli will der FSV Mainz 05 heute Abend zurück in die Spur finden. Der reizvollen Heimaufgabe gegen Borussia Mönchengladbach soll der 23-jährige Mittelfeldspieler den Stempel aufdrücken. Sein Wechsel noch in der Wintertransferperiode zu Borussia Dortmund ist nach dem Veto der 05er vom Tisch - ein vorzeitiger Abgang von Stürmer Yoshinori Muto genauso. Malli und der Japaner können sich für den Rest der Rückrunde in der Fußball-Bundesliga auf den FSV konzentrieren. Trainer Martin Schmidt spürte beim türkischen Nationalspieler den freien Kopf: "Er hat sehr gut trainiert."

Beide Gegner sind auf Wiedergutmachung aus. Mainz verlor den Auftakt zur Rückrunde nach schlechter Gesamtleistung mit 0:1 in Ingolstadt, Mönchengladbach ging im Borussen-Duell mit Dortmund mit einem 1:3 vom Platz. In Mainz schrillten gleich die Alarmglocken, die bisher erreichten 24 Punkte sind kein Ruhekissen.

"Das habe ich immer so erzählt, wir können uns nicht zurücklehnen. Drei Punkte mehr und wir sind vorn dabei, drei Punkte weniger und wir rutschen hinten rein", erklärte Schmidt. Diese Konstellation wird seiner Meinung nach bis zum Saisonende anhalten. Deshalb sei es so wichtig, den Kader nicht durch Abgänge wichtiger Spieler wie Malli oder auch Stürmer Muto geschwächt zu haben.

Gut passte Schmidt auch die Verpflichtung des Leverkuseners Giulio Donati als Ersatz für den abgewanderten Gonzalo Jara ins Konzept. "Er ist willig und lebhaft, einer der Lautesten auf dem Platz", sagte der 05-Coach. Donati plagt noch eine leichte Schulterverletzung, trotzdem ist er Kandidat für den Kader. Karim Onisiwo, der zweite Wintertransfer, wartet weiter auf seine Spielberechtigung. Der Fall des Österreichers ist nun bei der Fifa anhängig.

Mönchengladbach hat sich unter André Schubert wieder zu einem Topteam der Liga entwickelt. "Es wird ein spezielles Spiel", meinte Schmidt. Die Borussia kommt ersatzgeschwächt, aber trotzdem spielstark nach Mainz . "Wir müssen defensiv gut stehen und besser umschalten als in Ingolstadt", betonte Schmidt. Nicht nur der Schweizer wartet auf einen Treffer seines Teams. Der letzte liegt bereits 285 Minuten zurück und datiert vom 5. Dezember 2015 beim 3:1 in Hamburg.

Die Personalie Christian Heidel bleibt ein Dauerthema. "Ich lese immer neue Dinge. Viele Spekulationen, aber auch Falschmeldungen", erklärte der 52-Jährige, der von Schalke 04 umworben wird. An vier Punkten müssten Haken sein, damit es zu einem Wechsel kommt. "Der neue Club muss wollen, ich muss wollen, die Gremien des neuen Vereins müssen zustimmen und Mainz auch", sagte Heidel.

Nur dann, betonte der Manager , sei sein Weggang nach 24 Jahren Mainz 05 zu Schalke 04 möglich. "Die vier Häkchen sind nicht gesetzt. Wasserstandsmeldungen gibt es von mir nicht", betonte Christian Heidel. Wie viele und welche Haken noch fehlen, war dem Manager nicht zu entlocken. Er forderte vielmehr mehr Respekt für die Führungsriegen beider Clubs und für seinen Amtskollegen Horst Heldt . "Er ist schließlich noch bei Schalke tätig", meinte Heidel.