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Sieg bei der World Tour
Eine magische Nacht in Rom

Rom. World-Tour-Finals: Nach holprigen Monaten gewinnen Laura Ludwig und Margareta Kozuch ihren ersten gemeinsamen Titel. sid

Laura Ludwig schrie ihre ganze Freude ins Mikrofon, Margareta Kozuch kämpfte sogar mit den Tränen. Dann tanzten die Hamburgerinnen am späten Sonntagabend mit der ersten gemeinsamen Trophäe wie entfesselt über den Sand. „Ich bin einfach unglaublich stolz auf das, was wir geschafft haben“, sagte Beachvolleyball-Olympiasiegerin Ludwig. Ihre Partnerin fand vor lauter Erleichterung keine Worte in dieser magischen Nacht von Rom.

„Manchmal hat man schwierige Momente und ist frustriert, und dann denkt man, vielleicht ist es nicht mehr deine Zeit. Aber wir haben die ganze Saison gekämpft, das liebe ich“, sagte Ludwig nach dem 2:0 im Endspiel des World-Tour-Finales in Italiens Hauptstadt gegen die Brasilianerinnen Agatha/Duda. Nach der Auftaktniederlage gegen Karla Borger und Julia Sude holten Ludwig/Kozuch in der italienischen Hauptstadt sechs Erfolge in Serie und krönten ihren Lauf am Ende mit dem verdienten Titel. „Dieser Sieg, nach so einer langen Zeit, der fühlt sich wirklich an wie ein Comeback“, sagte Ludwig. „Es ist unglaublich zu sehen, wie Maggie in ihrem ersten großen Finale gespielt hat. Sie ist viel ruhiger auf dem Court geworden, und das ausgerechnet in so einem wichtigen Spiel.“

Bei den deutschen Meisterschaften am Timmendorfer Strand eine Woche zuvor hatte das Duo den zweiten Platz hinter Borger/Sude geholt. Hatte Kozuch zuvor in brenzligen Situationen oft noch die falsche Entscheidung getroffen, trugen die harte Arbeit und die vielen Trainingsstunden endlich Früchte. In Rom unterstrich das Team diesen Eindruck, der Wendepunkt scheint erreicht.



1200 Ranglistenpunkte erhielten die beiden, ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu Olympia 2020 in Tokio – besonders nach den durchwachsenen Ergebnissen der vergangenen Monate. Zwei Veranstaltungen stehen in diesem Jahr noch aus. Ob das Duo sowohl beim Drei-Sterne-Turnier in Zhongwei/China (30. Oktober bis 3. November) als auch beim Vier-Sterne-Event in Chetumal/Mexiko (13. bis 17. November) antritt, ist noch nicht entschieden. Je mehr Sterne ein Turnier hat, desto mehr Punkte werden vergeben.

Bereits für Olympia planen dürfen die Vizeweltmeister Julius Thole und Clemens Wickler. Das Duo vom Eimsbütteler TV unterlag in Rom in einer Neuauflage des WM-Endspiels den Russen Oleg Stojanowskij/Wjatscheslaw Krasilnikow mit 0:2, hat aber nun 7040 Punkte auf dem Konto. In der bereinigten Olympia-Rangliste liegen die beiden damit auf dem vierten Platz, die besten 15 lösen das Ticket zu den Spielen nach Tokio.