| 23:21 Uhr

Champions League
Bayern stürmen ins Achtelfinale

Welche Krise? Robert Lewandowski feierte mit seinen Bayern gestern Abend einen souveränen 5:1-Erfolg gegen Lissabon.
Welche Krise? Robert Lewandowski feierte mit seinen Bayern gestern Abend einen souveränen 5:1-Erfolg gegen Lissabon. FOTO: AP / Thomas Schmidtutz
München. 5:1-Erfolg in Champions League gegen Benfica Lissabon. Hoffenheim verpasst Sprung in die K.o.-Phase.

Erleichterung bei Niko Kovac, Enttäuschung bei Julian Nagelsmann: Während Rekordmeister Bayern München durch das souveräne 5:1 (3:0) gestern Abend gegen Benfica Lissabon zum elften Mal in Folge im Achtelfinale der Champions League steht und Trainer Kovac wohl durchatmen kann, haben Nagelsmann und die TSG Hoffenheim nach der unglücklichen 2:3 (2:2)-Niederlage gegen Schachtjor Donezk alle Hoffnungen auf das Weiterkommen in der Königsklasse verspielt.

Nach zähem Anfang stellte Arjen Robben (13., 30.) mit zwei sehenswerten Treffern die Weichen auf Sieg für die mit dem nahezu letzten Aufgebot angetretenen Münchner, die sich dennoch formverbessert zeigten. Per Kopf erhöhte Robert Lewandowski (36.) mit seinem 50. Tor in der Königsklasse. Auch das 4:1 ging wieder per Kopf (51.) auf das Konto des Polen. Franck Ribery (76.) schraubte das Ergebnis weiter in die Höhe. Gedson Fernandes (46.) verkürzte vor 70.000 Zuschauern zwischenzeitlich für Benfica 50 Sekunden nach seiner Einwechslung.

Im abschließenden Spiel der Vorrunde in der Königsklasse reicht der Kovac-Elf am 12. Dezember bei Ajax Amsterdam, das 2:0 bei AEK Athen gewann, ein Unentschieden zum Gruppensieg. Am Samstag müssen die Bayern die Leistung in der Bundesliga bei Werder Bremen bestätigen, ansonsten dürfte die Debatte um Kovac erneut beginnen. Präsident Uli Hoeneß hatte ihm am letzten Samstag lediglich eine Garantie für das Benfica-Spiel ausgestellt, als Nachfolger war bereits Arsene Wenger gehandelt worden.



Für Hoffenheim, das auch im fünften Spiel in der Champions League ohne Sieg blieb, stehen nach der Last-Minute-Niederlage gegen die Ukrainer auch die Chancen auf den „Trostpreis“ Europa League äußerst schlecht.

Der kroatische Vize-Weltmeister Andrej Kramaric (17.) und der Schweizer WM-Teilnehmer Steven Zuber (40.) trafen für die TSG Hoffenheim. Ismaily (14.) und Taison (15./90.+2) waren für Donezk erfolgreich. Hoffenheims Stürmer Adam Szalai sah die Gelb-Rote Karte wegen wiederholten Foulspiels (60.). In zwei Wochen müssen die Kraichgauer zum Abschluss bei Manchester City antreten – und hoffen, zumindest noch Schachtjor im Fernduell vom dritten Platz der Gruppe F zu verdrängen.