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DFB-Pokal
Bayern ganz souverän, Leverkusen gewinnt dramatisch

Bayer-Torwart Bernd Leno (re.) und Lars Bender verteidigen gegen den Bremer Aron Johannsson.
Bayer-Torwart Bernd Leno (re.) und Lars Bender verteidigen gegen den Bremer Aron Johannsson. FOTO: Federico Gambarini / dpa
Paderborn/Leverkusen. (dpa) Nach der nächsten Demonstration der Stärke hatte Jupp Heynckes nichts zu meckern. „Wir haben ein sehr gutes Ergebnis erzielt und wunderschöne Tore“, sagte der Coach des FC Bayern München, nachdem sein Team das Pokalmärchen des SC Paderborn beendet hatte. Mühelos zog das Heynckes-Team durch ein 6:0 (3:0) beim Drittligisten aus Ostwestfalen zum neunten Mal in Folge ins Halbfinale des DFB-Pokals ein. „Vor allem haben wir die Bodenverhältnisse angenommen und auch auf dem schweren Geläuf gut kombiniert“, analysierte Heynckes am Dienstagabend.

Durch den souveränen Erfolg beim Drittliga-Tabellenführer kam der wieder einmal enteilte Fußball-Bundesliga-Spitzenreiter seinem Traum vom Triple im Schongang einen weiteren Schritt näher. Dabei blieb der FC Bayern im Pokal zum 25. Mal in Folge auswärts ungeschlagen und zum achten Mal hintereinander in einem Viertelfinale ohne Gegentor.

Kingsley Coman (19. Minute), Robert Lewandowski nach Vorlage von Coman (25.) und Joshua Kimmich (42.) sorgten schon vor der Pause für klare Verhältnisse. Corentin Tolisso (55.) und Arjen Robben (86./89.) legten im zweiten Durchgang nach.

Vor allem begeisterte den 72 Jahre alten Heynckes das dritte Tor durch Kimmich, das Innenverteidiger Hummels mit einem feinen Zuspiel vorbereitet hatte. „Das war ein wunderschöner Pass in die Tiefe“, sagte der Trainer. „Das freut mich für die Beiden.“ Der Torschütze lobte anschließend den Gegner. „Sie haben brutal mutig gespielt. Ein riesen Kompliment an Paderborn!“, sagte Kimmich. SC-Trainer Steffen Baumgart erfreute die Partie aber nicht: „Mit 6:0 kann man nicht zufrieden sein“, sagte der Ex-Profi. Sein Team habe zu viele Chancen zugelassen. „Der Gegner ist einfach zu groß für uns gewesen. Das muss man akzeptieren.“



Bayer Leverkusen steht unterdessen zum ersten Mal seit neun Jahren wieder im Halbfinale. Der Fußball-Bundesligist drehte am späten Dienstagabend gegen Werder Bremen einen 0:2-Rückstand zu einem 4:2 (2:2, 1:2)-Erfolg nach Verlängerung und konnte den Konkurrenten im siebten Pokalvergleich somit erstmals bezwingen. Max Kruse (4. Minute) per Foulelfmeter und Aron Johannsson (7.) hatten Werder früh mit 2:0 in Führung gebracht. Julian Brandt sorgte mit einem Doppelpack (31./55.) vor 25 653 Zuschauern für den Ausgleich, bevor der eingewechselte Karim Bellarabi (111.) und Kai Havertz (118.) für Bayer in der Verlängerung den Sieg herausschossen.

Glück hatte Bayer allerdings, dass in der zwölften Minute nach einem Ellbogencheck von Charles Aranguiz im Strafraum an Kruse ein weiterer Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Marco Fritz ausblieb und der Chilene ungestraft davonkam.