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Bayer Leverkusen muss zwei Spiele ohne Trainer Schmidt auskommen

Leverkusen. Trainer Roger Schmidt muss nach seinem verbalen Aussetzer zwei Spiele von der Tribüne aus verfolgen. Damit fehlt er seinem Team im Pokalspiel in Lotte und am Samstag in Wolfsburg. Agentur

Trainer Roger Schmidt vom Bundesligisten Bayer Leverkusen ist nach seinem verbalen Aussetzer im Spiel gegen 1899 Hoffenheim mit einer glimpflichen Strafe davongekommen. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) entschied gestern, dass der 49-Jährige wegen unsportlichen Verhaltens die nächsten beiden Pflichtspiele von der Tribüne aus verfolgen und eine Geldstrafe von 15 000 Euro zahlen muss. Damit darf Schmidt den Champions-League-Teilnehmer im Pokalspiel am Dienstag (18.30 Uhr) beim Drittligisten SF Lotte und im Bundesliga-Spiel am kommenden Samstag beim VfL Wolfsburg nicht im Innenraum coachen.

Schmidt hat das Urteil bereits akzeptiert, das damit rechtskräftig ist, und sein Verhalten bereut. "Natürlich habe ich auch dem Verein geschadet. Ich bedauere, die Mannschaft in diese Situation gebracht zu haben", sagte er. Über seine Geldstrafe hinaus kündigte er eine Spende von 15 000 Euro an eine soziale Einrichtung an.

Schmidt war im Februar nach dem Spiel gegen Borussia Dortmund schon einmal für fünf Spiele gesperrt worden, von denen damals zwei zur Bewährung ausgesetzt wurden. Diese beiden Spiele muss er nach dem Vorfall vom Samstag nun verbüßen.



Schmidt war in der 51. Minute des Leverkusener Heimspiels gegen 1899 Hoffenheim (0:3) von Schiedsrichter Bastian Dankert (Rostock) auf die Tribüne geschickt worden, weil er gegenüber seinem Trainerkollegen Julian Nagelsmann ausfällig geworden war. Schmidt hatte Nagelsmann als "Spinner" beschimpft und ihm wütend zugerufen: "Halt doch einfach die Schnauze!". Nach der Partie hatte sich Schmidt, der als Wiederholungstäter gilt, bei seinem Kollegen entschuldigt.