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Fußball
Havertz soll Wunder ermöglichen

 Kai Havertz hat in der Champions League noch nicht überzeugt.
Kai Havertz hat in der Champions League noch nicht überzeugt. FOTO: dpa / Federico Gambarini
Leverkusen. Bayer Leverkusen will Juventus Turin schlagen und Achtelfinale noch erreichen. dpa

Es wäre genau der richtige Zeitpunkt für seine erste große Gala auf internationaler Bühne: Wenn Bayer Leverkusen das kleine Fußball-Wunder vollenden und sich in den Geschichtsbüchern der Champions League verewigen will, ruhen die Hoffnungen vor allem auf Kai Havertz. Und zwar völlig unabhängig davon, ob das als Gruppensieger feststehende Juventus Turin mit der besten Elf um Superstar Cristiano Ronaldo auflaufen wird.

Sollte Bayer an diesem Mittwoch (21 Uhr/DAZN) gewinnen und Atlético Madrid zeitgleich gegen das ausgeschiedene Lok Moskau nicht, hätte Leverkusen als zweites Team der Königsklassen-Historie nach drei Niederlagen zum Auftakt das Achtelfinale erreicht. Kapitän Lars Bender spricht freilich von einer „Minimalchance“, Sportdirektor Simon Rolfes beziffert diese auf „vier bis fünf Prozent“. Sportchef Rudi Völler sieht sein Team nach vier Pflichtspiel-Siegen in Folge derweil in einem „Lauf“ und erklärte: „Wir wollen Juventus schlagen – und dann schauen wir mal.“

Dabei wird es auch auf Havertz ankommen, den Juve-Trainer Maurizio Sarri als „kompletten Spieler“ ansieht, der „sicher einer der besten Spieler Europas werden wird“. In der Liga hat der von halb Europa gejagte Havertz, der im Sommer wohl wechseln und zum 100-Millionen-Mann aufsteigen wird, sein Können mehrfach unter Beweis gestellt. International blieb er vieles schuldig.



In der Champions League ist der Mittelfeldspieler nach sieben durchwachsenen Einsätzen noch ohne Tor und Vorlage. Aktuell scheint Havertz nach schweren Wochen rechtzeitig in Form zu kommen. Beim jüngsten 2:1 gegen den FC Schalke 04 überzeugte er beim Startelf-Comeback nach vierwöchiger Zwangspause wegen eines Muskelfaserrisses.