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Deutscher Olympischer Sportbund
Badmintonverband erhält Bestnoten

Berlin. DOSB veröffentlicht Zwischenbericht der PotAS-Analyse. Ruderer auf letztem Platz. dpa

Die Ruderer auf dem letzten Rang, die Badmintonspieler ganz oben – so stellt es der Zwischenbericht der Potenzialanalyse (PotAS) zur Struktur der Sommersportverbände dar. Das Bundesinnenministerium und der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) veröffentlichen den Bericht am Mittwoch in Berlin. PoTAS soll eine wesentliche Grundlage für die Vergabe von Fördergeldern des Bundes für die Jahre 2021 bis 2024 sein.

„Der Badmintonverband hat sich viel Mühe gegeben und sich gut vorbereitet“, lobte PotAS-Kommissionschef Urs Granacher bei der Vorabvorstellung der Ergebnisse am Montag vor Journalisten in Berlin.

Zu den Kriterien im Analysebereich Struktur gehören beispielsweise die Führungsstruktur, die Trainingssteuerung und das Gesundheitsmanagement. Auf Rang zwei und drei folgen in dieser Kategorie der Deutsche Schützenbund und der Deutsche Leichtathletik-Verband. Am Ende der Rangliste stehen vor den Ruderern die Deutsche Taekwondo-Union und der Deutsche Tennis Bund. Auch im Bereich Kaderpotenzial/Leistungsentwicklung erhielt Badminton Bestwerte, genau wie Leichtathletik, Tischtennis, Gewichtheben, Handball, Kanu, Golf und Ringen.



Der endgültige Bericht soll Ende August kommenden Jahres vorliegen. Darin fließen dann die Ergebnisse der Olympischen Spiele in Tokio ein. Der DOSB hatte PoTAS 2016 im Zuge seiner Leistungssportreform auf den Weg gebracht. Ziel ist eine Steigerung der Erfolge insbesondere bei Olympischen Spielen. „Wir müssen vier bis acht Jahre warten, bis wir wissen, ob das greift“, betont jedoch Granacher.