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1. FC Kaiserslautern
Bader rechnet mit Lizenz für die 3. Liga

Kaiserslautern. Laut Sportvorstand Fünf-Millionen-Etat bei Abstieg des 1. FC Kaiserslautern. Tür für Strasser ist offen.

(dpa/red) Der 1. FC Kaiserslautern würde seinen Etat im Fall eines Abstieg in die 3. Fußball-Liga auf etwa fünf Millionen Euro halbieren. Dies kündigte der neue Sport-Vorstand Martin Bader in einem Interview des Fachmagazins „Kicker“an. „Neben dem Thema Stadionmiete muss man Einsparungen in allen Bereichen vornehmen“, sagte der 50-Jährige. „Der Weg des FCK würde jünger und einen Tick regionaler werden – mit einer höheren Identifikation bei den Spielern.“ Die finanziellen Einbußen, die der Abstieg mit sich bringen würde, sind enorm, wie Bader erneut betont: „Ein Verein wie der FCK kann seine Struktur wegen bestehender Verträge und des Stadions nicht in kürzester Zeit auf Drittligamaß eindampfen. Wir müssen uns so anpassen, dass wir in der 3. Liga wirtschaftlich wettbewerbsfähig sind.“ Ein Schlüssel dabei ist die weiterhin ungeklärte Stadionfrage. Der Stadtrat hat einer Reduzierung der Pacht auf 425 000 Euro noch nicht zugestimmt. Die Absenkung gilt als wesentlicher Bestandteil für eine erfolgreiche Lizenzerteilung für die 3. Liga.

Bader öffnete zudem Ex-Trainer Jeff Strasser eine Hintertür, um zu den Pfälzern zurückzukehren. Der 43 Jahre alte Luxemburger musste im Januar während des Spiels in Darmstadt wegen Herzrhythmusstörungen ins Krankenhaus gebracht werden. Er wurde am 1. Februar durch Michael Frontzeck ersetzt. Beim Klassenverbleib der Pfälzer gilt Strassers Vertrag noch bis 2019. „Entscheidend ist ja nicht nur, was wir gerne möchten, sondern auch, was sich Jeff vorstellt. Sobald er wieder gesund und voll belastbar ist, ist es unser klarer Wunsch, ihn in irgendeiner Funktion wieder in den Verein einzubinden“, sagte Bader.

Angesichts von nur drei Profis, deren Vertrag auch in der 3. Liga gilt, sei ein großer Umbruch im Abstiegsfall „unumgänglich“. Der vierfache deutsche Fußball-Meister liegt nach wie vor auf dem letzten Tabellenplatz der 2. Liga, hat aber in diesem Jahr bereits zwölf Punkte aus sieben Spielen geholt.



Bader hofft bei der Mitgliederversammlung am Sonntag, 3. Juni, auf Grünes Licht für eine Ausgliederung in eine Kapitalgesellschaft. Dies würde Türen für „externes Kapital öffnen“. „Alle Zeichen stehen momentan so, dass wir die Lizenz für die 3. Liga erhalten würden“, betonte der frühere Manager von Hannover 96 und des 1. FC Nürnberg angesichts der seit Jahren andauernden finanziellen Probleme auf dem Betzenberg.